Panne auf der Buchmesse
Calmund-Buch muss wegen Fehler in den Müll

Wegen eines peinlichen Lektoratsfehlers muss das Buch von Reiner Calmund „Eine Kalorie kommt selten allein“ vom Markt genommen und eingestampft werden. Mehrere tausend Exemplare wurden umsonst gedruckt.
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Frankfurt, MünchenWenige Tage nach der Veröffentlichung muss ein Buch des Fußballfunktionärs Reiner Calmund wegen eines Fehlers eingestampft werden: Dort hieß es, der Autor singe bei Länderspielen die erste Strophe des Deutschlandlieds. Es handle sich um einen sehr peinlichen Lektoratsfehler, erläuterte eine Sprecherin des Münchener Mosaik-Verlags am Freitag auf der Buchmesse. Mehrere tausend Exemplare müssen jetzt vernichtet werden. Der 62-jährige Calmund sagte: „Ich sehe das nicht so dramatisch, wie alle das jetzt machen.“

Der bekennende Genussmensch Calmund schreibt in seinem Buch „Eine Kalorie kommt selten allein“ über Essen, Zu- und Abnehmen. Auf Seite 51 und 52 erinnert er seine Leser an das Fußballweltmeisterschafts-Endspiel von 1954 in der Schweiz. In dem Buch, dessen Startauflage jetzt aus dem Verkehr gezogen wird, heißt es: „Intoniert wurde im Wankdorf-Stadion übrigens die erste Strophe des Deutschlandlieds, die ich auch heute noch bei Länderspielen voll mitsinge.“

Calmund betonte nach einem Auftritt auf der Messe, er singe seit Jahrzehnten die dritte Strophe - also die offizielle deutsche Nationalhymne. Auch Verlagssprecherin Janne Wißmann sagte, der Autor singe natürlich nicht die während der NS-Zeit verwendete erste Strophe.

„Wir haben an dieser Stelle sehr ungeschickt gekürzt“, erklärte die Sprecherin. Dies sei am Donnerstag entdeckt worden, zwei Tage nach Veröffentlichung des Buchs. Darüber hatte dann der Sender hr3 berichtet.

Der Verlag gab am Freitag einen Neudruck in Auftrag. Die korrigierte Fassung werde so schnell wie möglich, in etwa einer Woche, ausgeliefert, sagte Wißmann. In München sagte Verlagssprecherin Claudia Hanssen: „Wir können uns nur ausdrücklich dafür entschuldigen.“ Es sei ein „menschlicher Fehler“, der nicht passieren dürfe, aber passiert sei.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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