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Professor sieh Fußball-Zukunft bei den Frauen

Die Zukunft des deutschen Fußballs liegt nach Einschätzung des Sportwissenschaftlers Christian Wopp nicht bei Michael Ballack und seinen Nationalelf-Kollegen - sondern bei den Frauen.

dpa OSNABRüCK. Die Zukunft des deutschen Fußballs liegt nach Einschätzung des Sportwissenschaftlers Christian Wopp nicht bei Michael Ballack und seinen Nationalelf-Kollegen - sondern bei den Frauen.

Wenn es beim Deutschen Fußball Bund (DFB) noch Mitgliederzuwachs gebe, dann bei den Frauen, sagte der Osnabrücker Professor am Mittwoch. Sechs von zehn Mädchen in Deutschland hätten Lust auf Fußball, sagte Wopp. Er forderte deshalb, auch die Spielformen des Fußballs stärker weiblichen Bedürfnissen anzupassen.

„Für Frauen ab 35 sollte es sowohl eine körperlose Variante des Fußballspiels als auch die Verbindung mit den Themen Gesundheit, Fitness und Ausdauer angeboten werden“, schlug Wopp vor. Bisher hänge eine große Zahl von Spielerinnen die Fußballschuhe wegen der großen Verletzungsgefahr wieder an den Nagel. Die physische und psychische Durchsetzungskraft steht einer Untersuchung Wopps zufolge nur bei jüngeren Spielerinnen bis 20 Jahre im Vordergrund. Für die Gruppe der Kickerinnen zwischen 26 und 32 Jahren zählten dagegen beim Fußball vor allem Teamfähigkeit und Toleranz.

Christian Wopp, Professor für Sport und Gesellschaft an der Universität Osnabrück, ist einer der Hauptreferenten beim 1. Frauen- und Mädchenfußballkongress vom 7. bis 9. April in Köln. Er ist Berater für Sportverbände, etwa der Leichtathleten und der Ruderer.

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