RAY Fotografieprojekte
Geschichte wird gemacht

Frankfurt und die Rhein-Main-Region sollen zum Zentrum für Fotokunst und Videokunst ausgebaut werden. 200 Tage ambitioniertes Programm an zwölf Standorten erwartet die Besucher. Alle renommierten Sammlungen und Ausstellungshäuser machen mit.
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FrankfurtDie Fotoszene der Gegenwart ist ein Dschungel der Stile, Richtungen und Moden. Fotografie ist zu einem neuen Leitmedium der Kunst geworden, kaum ein Monat ohne Fotofestival oder Fotokunstmesse, keine Großstadt ohne eigenen Fotopreis, dazu zwei Fotobuchfestivals; von Tagungen, Vorträgen und Portfolio-Sichtungen ganz zu schweigen. Warum also noch ein Fotofestival, möchte man die Macher von RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain fragen, einer neuen Foto-Triennale, dem jüngsten Glied in der langen Perlenkette nationaler und internationaler Veranstaltungen. 

Diese antworten mit einem 200-tägigen Programm, das auf Qualität hoffen lässt. Immerhin sind die Veranstalter ausgewiesene Kenner der Szene: Unterschiedliche Institutionen wie die Art Collection der Deutschen Börse, die DZ Bank Kunstsammlung, die Darmstädter Tage der Fotografie, das Fotografie Forum Frankfurt, der Frankfurter Kunstverein, das Museum für Moderne Kunst (MMK), die Marta Hoepffner-Gesellschaft für Fotografie in Hofheim, die Opelvillen Rüsselsheim und das Städel haben sich zusammengeschlossen, finanziert vom 2006 gegründeten, rührigen „Kulturfonds Frankfurt RheinMain“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main zu stärken – und bei seiner Tätigkeit stets die Vernetzung kultureller Akteure im Sinn hat. Das Gesamtvolumen von RAY beträgt knapp eine Million Euro. Davon trägt der Kulturfonds einen maßgeblichen Anteil.

Thema ist die „Zeit“

Im April startet RAY nun mit einer großen Hauptausstellung. Bis Oktober sollen an zwölf Orten neue Tendenzen der Foto- und Videokunst mit Ausstellungen, Vorträgen und Workshops sichtbar gemacht werden. Verantwortlich für das Programm sind die Kuratoren Anne-Marie Beckmann, Lilian Engelmann, Peter Gorschlüter, Dr. Holger Kube Ventura, Alexandra Lechner und Celina Lunsford; ihr Hauptthema ist ein kuratorischer Klassiker, denn es soll um den Begriff der „Zeit“ gehen.

Dass man dazu ungesehene Ausstellungen zusammenstellen kann, will RAY beweisen, genauso wie das Rhein-Main-Gebiet als Zentrum der Fotokunst markieren, wie Luminita Sabau, die ehemalige Leiterin der DZ Bank Kunstsammlung sagt: „Frankfurt/RheinMain soll zukünftig als Fotografie-Zentrum auf der internationalen Landkarte der Kunst- und Kulturmetropolen fest etabliert werden.“

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