Rezension
Die bekannte Welt

Es dauert ein paar Seiten, bis der knappe, nicht spröde, aber ungewöhnliche und unbarocke Stil des Amerikaners wirkt. Dann aber fällt es schwer, den Roman aus der Hand zu legen. Edward P. Jones verwebt Schicksale mit historischen Fakten, Tragisches mit Anrührendem, Brutales mit Magischem.

In einem Nebensatz skizziert er eine ganze Welt, wie etwa die Bemerkung über die geisteskranke Alice, "die 228 Dollar und zwei Scheffel Äpfel gekostet hat, denn eine Frau mit krankem Verstand kommt billiger". Ungewöhnlich wie der Roman ist die Geschichte seiner Entstehung: Zehn Jahre lang dachte Jones über sein Thema nach und recherchierte. Als sein Job als Schlussredakteur einer Fachzeitschrift für Steuern wegrationalisiert wurde, schrieb er das Buch in wenigen Monaten. 2004 erhielt er für "Die bekannte Welt" den Pulitzer-Preis.

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