Richter beklagt Zustand des Rechtssystems
Justitia ist lahm

PremiumÜberlastete Gerichte verfolgen Schwarzfahrer statt Verbrecher. Richter und Verbandschef Jens Gnisa zeichnet ein bedrückendes Bild vom deutschen Rechtssystem. Sein Furor gilt der Politik – sie spare Gerechtigkeit kaputt.

BerlinEin altes Sprichwort sagt: „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.“ Jens Gnisa hat ein Buch mit dem Titel „Das Ende der Gerechtigkeit“ geschrieben. Folgt man seinem Urteil, braucht es einen sehr gnädigen Gott, um als Bürger zu seinem Recht zu kommen. Von der deutschen Justiz jedenfalls ist wenig zu erwarten.

So schlussfolgert nicht irgendjemand sondern der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes und Direktor des Amtsgerichts Bielefeld. In dem Wut-Buch eines Berufspraktikers findet der Leser einen Rechtsstaat vor, der stets am Anschlag arbeitet. Vieles von dem, was Gnisa beschreibt, hat er in seiner fast 30-jährigen Richterlaufbahn...

 
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