Über sieben Jahrzehnte feierte der Künstler große Erfolge
US-Komiker Bob Hope gestorben

Der US-Entertainer Bob Hope ist tot. Er erlag im Alter von 100 Jahren in der Nacht zum Montag einer Lungenentzündung. Wie sein langjähriger Sprecher Ward Grant mitteilte, starb Hope kurz vor 22.00 Uhr Los-Angeles-Zeit in seinem Haus in Toluca Lake (Kalifornien).

HB/dpa LOS ANGELES. Der „berühmteste Komiker der Nation“ hatte erst am 29. Mai seinen 100. Geburtstag gefeiert. Hope begann seine Karriere 1920 als Komödiant im Theater, bevor er mit Filmen begann. Der Durchbruch zum Weltruhm kam 1940 mit der Hollywood-Komödie „Road to Singapore“, Auftakt einer ganzen Serie von Road-Movies, meist mit Bing Crosby als Partner. Hope war Jahrzehnte lang Amerikas beliebtester Unterhalter, der mit seiner Show häufig auch zu Kriegsschauplätzen reiste und dort vor US-Soldaten auftrat.

Hope war knapp 70 Jahre mit seiner Frau Dolores verheiratet und hatte vier Kinder mit ihr adoptiert. Hope war schon die vergangenen Jahre häufiger krank und hatte sich seit zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seinen letzten Geburtstag feierte er im Kreise der Familie mit vier Enkelkindern.

Seine Beliebtheit wurde zu seinem runden Geburtstag noch einmal sichtbar: In Hollywood wurde ihm zu Ehren eine Kreuzung im Herzen des alten Filmdistrikts zum Bob-Hope-Platz ernannt. Die Filmmetropole hatte ihn schon vorab zum „Bürger des Jahrhunderts“ erklärt. Persönlichkeiten aus aller Welt, darunter die britische Königin Elizabeth II., übermittelten ihre Glückwünsche. Ganz Amerika feierte den Entertainer. 35 der 50 Bundesstaaten riefen einen „Bob Hope Day“ aus.

Hope war als fünfter von sechs Söhnen einer Arbeiterfamilie in der Nähe von London geboren worden. Als Kind war er mit seinen Eltern nach Amerika ausgewandert. Zu dem Schritt habe sich die Familie entschlossen, sagte Hope später auf der Bühne, „weil man herausfand, dass ich zu Hause nicht König werden konnte“.

Hope hatte als Junge in Cleveland (Ohio) beim Nachahmen von Charlie Chaplin auf sein Talent aufmerksam gemacht. Nach Jahren bei einem Reise-Varieté bekam er Engagements am Broadway, wo er bald zum Operettenstar wurde. 1935 hatte er seine eigene Blödelshow im Radio.

Ganz besonders wird Hope, der Amerika stets als „Gottes eigenes Land“ betrachtete, bei den US-Streitkräften verehrt. Am Weihnachtstag 1941 hatte er zum ersten Mal eine Einheit der US-Army in Übersee besucht. Seinen letzten Militär-Auftritt im Ausland hatte er 1990 in Saudi-Arabien, wo er Soldaten zum Lachen brachte, die im damaligen Golfkrieg gegen den Irak eingesetzt waren.

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