Versicherungsstudie
Die größten Ängste der Deutschen

Wovor fürchten sich die Deutschen? Diese Frage stellt die R+V Versicherung jedes Jahr. Es geht noch nicht um Phobien oder Abneigungen, sondern fundamentale Ängste im Leben. Und die sind, wie die Studie zeigt, hauptsächlich ökonomischer Natur.
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BERLIN. Steigende Lebenshaltungskosten sind einer Studie zufolge derzeit die größte Angst der Deutschen. 68 Prozent der Bevölkerung fürchten sich besonders vor diesen höheren Haushaltsausgaben, fünf Prozentpunkte mehr als noch 2009, wie aus einer am Donnerstag zum 20. Mal veröffentlichten Studie der R+V Versicherung hervorgeht. Auf Platz zwei der Erhebung „Die Ängste der Deutschen 2010“ landete eine schlechtere Wirtschaftslage, die 67 Prozent der knapp 2.500 Befragten ab 14 Jahren nannten.

Mit einem Anstieg von acht Prozentpunkten wurden Naturkatastrophen mit 64 Prozent zur drittgrößten Angst. Dies sei der höchste je gemessene Wert in der seit 1991 jährlich erstellten Studie, sagte die Leiterin des R+V-Infocenters, Rita Jakli, bei der Präsentation in Berlin. Die Marktforschungsinstitut GfK hatte die Teilnehmer vom 11. Juni bis 16. Juli befragt, nach Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull und dem Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Vergleichsweise gelassen zeigten sich die Deutschen der Untersuchung zufolge beim Thema Jobverlust. Als einzige von 16 vorgegebenen Ängsten verringerte sich die Furcht vor einer höheren Arbeitslosigkeit in Deutschland. Sie nahm um vier Punkte auf 61 Prozent ab und rutschte damit vom zweiten auf den sechsten Rang der Sorgenskala. Die eigene Arbeitslosigkeit folgte erst auf Platz neun mit unveränderten 48 Prozent. Schlusslichter waren die Angst vor Straftaten (29 Prozent, plus 5 Punkte) und vor einem Zerbrechen der Partnerschaft (23 Prozent, plus 7 Punkte).

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