Wer liest was
Was liest Günther Ogger?

"Nach seinem Rausschmiss als ,stellvertretender Leiter der Abteilung Abwicklung und Verwertung? einer Sparkasse treibt sich der Ich-Erzähler vorwiegend in einer Spelunke namens ,Funkadelic? herum.

Der von zwei Frauen - seiner Angetrauten und der Vorgesetzten - gepiesackte Bankmensch gerät an eine strunzdumme Sabine und den muskelbepackten Uwe, die sich als überraschend lebenstüchtig erweisen. Was er mit ihnen erlebt, ist eine köstliche Parodie auf die neoliberale Wohlstandsgesellschaft. Der Münchener Jurist Georg M. Oswald hat mit dem 200 Seiten starken, bei Hanser erschienenen Roman sein wohl gelungenstes Werk abgeliefert. Passgenau beschreibt er die Seelenzustände eines auf der Karriereleiter abgerutschten Angestellten, der keinerlei Skrupel verspürt, ein krummes Ding zu drehen, am Ende aber dem wirklichen Raubtierkapitalismus doch nicht so ganz gewachsen ist. Oswalds Sätze triefen von Ironie. Sie beschreiben den Überlebenskampf in der Angestelltenwelt genauer als jedes Sachbuch."

GEORG M. OSWALD Alles was zählt Carl Hanser Verlag, München 2000, 200 Seiten, 17,38 Euro

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