Werner Spies
Kunstexperte gibt Ämter auf

Der einschlägig bekannte Experte für Max Ernst hat mit sofortiger Wirkung seine Ämter in den Gremien der Stiftung Max Ernst niedergelegt. Auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Brühler Museum will er verzichten.
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KölnDer Kunstexperte Werner Spies (75) hat seine Ämter am Max-Ernst-Museum in Brühl niedergelegt. Er sei nicht länger Vorsitzender des Stiftungsrates und Kuratoriums der Stiftung Max Ernst, berichtete am Montag der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der Anwalt von Spies, Peter Raue, bestätigte die Angaben der Nachrichtenagentur dpa: „Ich habe ihm zu diesem Schritt geraten, da er in den letzten Zügen bei seiner Autobiografie liegt, im nächsten Jahr zwei große Ausstellungen kuratiert und ungezählte Leseverpflichtungen hat.“ Spies habe einfach irgendwo kürzen müssen, sagte Raue.

Spies, ein weltweit anerkannter Experte und einstiger Freund von Max Ernst (1891-1976) und Pablo Picasso (1881-1973), war zuletzt durch den Fälscherskandal um Wolfgang Beltracchi in die Schlagzeilen geraten. Er fiel in sieben Fällen auf den Fälscher herein. Mit den Echtheits-Expertisen von Spies wurden die vermeintlichen Meisterwerke von Max Ernst für Millionen auf dem internationalen Kunstmarkt verkauft.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Leider hat er im Falle der Beltracchi Bande große Fehler gemacht.Ueber 7Gemaelde zu bestätigen ,ohne die Rückseiten zu studieren und die Herkunft,ist mehr als fahrllaessig.Aber warum nur hat er nicht die Notbremse gezogen als ihm 2007 aus derselben Quelle eine Mappe mit Zeichnungen von Max Ernst als Fälschungen vorgelegt wurden von denselben Leuten .Er verwarf sie sogleich.Das hätte ihn doch stutzig machen müssen und man hätte eventuell den Verbrechern früher das ueble Handwerk legen können! Welch eine Panne. Aber Fälschungen wird es immer wieder geben.Gegen so hohe Kriminalität ist keiner geschützt.Selbst das LKA soll ihnen auf den Leim gegangen sein.Es wäre nur ehrenhaft,wenn der Kunsthändler Prof. Spies das ,,verdiente" Honorar geschädigten Käufern erstatten würde.

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