Wie ein Feuerwerk
Neu im Kino: "Ocean's Twelve"

Am Ende von "Ocean's Eleven" (2001) hatten Danny Ocean (George Clooney) und seine Einbrecher-Kumpane einen Casino-Besitzer um 160 Millionen Dollar erleichtert. Jetzt will der Mann sein Geld zurück.

Also plant die Gang weitere Einbrüche, in Paris, Amsterdam und Rom - sie wollen so viel Geld zusammengaunern, um ihre 'Schulden' bezahlen zu können. Regisseur Steven Soderbergh lässt seine Helden diesmal ziemlich schlecht aussehen, alles läuft ihnen schief, einmal hocken sie sogar hinter Gittern: dieses Pech ist in eine wunderbare Komödie gewendet.

Allerdings hat Soderbergh Probleme, die Vielzahl der Figuren einzuführen (da ist die erste halbe Stunde schon mal weg), erst recht, weil er zwei Nebenfiguren viel Platz einräumt, einer Agentin, die der Gang auf der Spur ist (Catherine Zeta-Jones), und einem französischen Einbrecher-Rivalen, der der bessere, der beste Einbrecher sein will (Vincent Cassel). Andererseits ist Soderbergh ein meisterlicher Regisseur. Seine Inszenierung ist so elegant und kunstvoll und ironisch und mitreißend, dass man die Kompliziertheiten der Geschichte rasch vergisst.

Außerdem lässt er die Stars ihren Charme ausspielen: neben Clooney sind das in der Gang Brad Pitt, Matt Damon, Elliott Gould, daneben Andy Garcia und Peter Fonda, nicht zu vergessen Julia Roberts und Bruce Willis in herrlich-ironischen Mini-Rollen. Ein Film wie ein Feuerwerk: man amüsiert sich köstlich - aber wenn's vorbei ist, hat man's schon vergessen.

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