Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2011
Sieger gesucht

Welches ist das beste Wirtschaftsbuch des Jahres? Das Handelsblatt präsentiert zusammen mit der Frankfurter Buchmesse und der Investmentbank Goldman Sachs die Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2011.
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DüsseldorfEs ist das Jahr der Fragezeichen. Ist ein Ende der Schuldenkrise absehbar? Reicht das Hilfspaket für Griechenland? Halten die Banken ihre Zusagen ein? Die privaten Gläubiger? Springt die Krise doch auf Italien über? Wie viel Geld muss noch in die schwachen Euro-Länder gepumpt werden? Was wird aus dem Euro? Aus Europa? Und wie sieht es in Deutschland aus? Überdecken Inflationsfurcht und Politimüdigkeit die Zustimmung zu Reformen?

Die Wirtschaftsbücher der vergangenen zwölf Monate sind ein Gradmesser der Unsicherheit, die die ökonomische und gesellschaftspolitische Debatte bestimmt. Das Bedürfnis nach Aufklärung und nach Verstehen ist seit dem traumatischen Schock der weltweiten Finanzkrise nicht abgeflaut – im Gegenteil. Die Themen der meisten Neuerscheinungen sind Krisendeutungen, Finanzmarktanalysen und Zukunftsszenarien, versehen mit vielen Fragezeichen. Die Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2011, den die drei Partner Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs heute präsentieren, bildet diese Suche nach Orientierung in einer Welt, deren Parameter sich verändern, wie unter einem Brennglas ab. Der Blick auf die zehn besten Wirtschaftsbücher zeigt: Das Bedürfnis nach Hintergründen, nach Zusammenhängen und nach Bewertungen ist groß.

Die Auswirkungen der Griechenland-Krise und die unsichere Zukunft der Einheitswährung sind das übergreifende Thema der Bücher. Die Autoren wägen ab, ob ein Schulden-Kollaps realistisch ist oder ob es gar zu einer Währungsreform kommen könnte. Sie thematisieren das Misstrauen gegen die „Finanzmafia“, untersuchen den Anteil von Korruption und kriminellen Aktivitäten an den Turbulenzen der Finanzmärkte. Andere Autoren schauen aus einer größeren Distanz auf die Gesellschaft und fordern eine neue Diskussion über das richtige Maß von Freiheit und Regeln, von Selbstverantwortung und Mitverantwortung, über das Verhältnis von Markt und Staat. Oder sie plädieren für einen grundsätzlichen Wandel: für eine demokratische Neubegründung von Steuern mit der These, dass in einer demokratischen Gesellschaft Steuern aus Zwangserhebungen in freiwillig erbrachte Bürgerspenden für das Gemeinwesen umgewandelt werden müssten.

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