Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2017
Gesucht wird: Das Wirtschaftsbuch des Jahres

Welches Werk ist das beste Wirtschaftsbuch des Jahres? Welches Thema wird der Autor, die Autorin behandeln, welches Buch überzeugt die Jury? Die Ausschreibung startet. Verlage können sich bewerben.
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Es geht es um Innovation, Disruption, Motivation, Globalisierung, Big Data oder neue Herausforderungen für die Wirtschaftspolitik. Es kann ein Sachbuch prämiert werden, aber auch eine Biografie, ein Unternehmensporträt oder ein Roman mit einem Wirtschaftsthema.

Alle Genres sind zum Wettbewerb zugelassen, wenn nur die Grundregeln eingehalten werden: Mit dem Preis sollen eine Autorin oder ein Autor ausgezeichnet werden, die in beispielhafter Weise das Thema Wirtschaft behandeln und einem breiten Publikum ökonomische Zusammenhänge verständlich nahebringen.

Deshalb hat der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis das Motto „Wirtschaft verstehen“. Die drei Partner Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs vergeben den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis in diesem Jahr zum elften Mal. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die detaillierte Ausschreibung und die Teilnahmebedingungen sind zu finden auf der Homepage: www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de. Dort ist auch das Anmeldeformular. Die Besonderheit: Bewerben können sich nicht die Autoren, sondern die Verlage. Diese können bis zu drei Titeln einreichen.

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wird der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis bei einer feierlichen Gala am 13. Oktober in Frankfurt verliehen. Über die Preisvergabe entscheidet eine hochkarätige Jury aus Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern unter dem Vorsitz von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart. Die zehn Finalisten stellt das das Handelsblatt vor der Preisverleihung ausführlich auf der Literaturseite vor.

Im vergangenen Jahr gewann Christoph Keeses Buch „Silicon Germany“. Die Jury prämierte es, weil sie es für den besten Beitrag des Jahres in der Diskussion über die digitale Transformation hielt. Ein kritischer Beitrag, doch mit Perspektive: Christoph Keese diagnostizierte, dass deutsche Unternehmen sich zu sehr auf alte Stärken konzentrieren und dadurch den Anschluss an die digitalisierte Wirtschaft verpassen.

Deutschland habe die Wahl zwischen Technikmuseum oder Silicon Valley, so der Autor. Aber er meinte auch, dass es noch nicht zu spät ist. „Mit ‚Silicon Germany‘ legt Christoph Keese nicht nur den Finger in die Wunde, sondern er zeigt, dass der Rückstand aufgeholt werden kann und es noch nicht zu spät ist für den digitalen Wandel“, hieß es in der Begründung der Jury, „nur wer weiß, wie es zu tun ist, kann den Turnaround schaffen“.

Regina Krieger
Regina Krieger
Handelsblatt / Korrespondentin

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