Zweitbester Filmstart aller Zeiten
„Sakrileg“ lässt Tom Cruise alt aussehen

Der Thriller „Sakrileg“ („The Da Vinci Code“) ist trotz teilweise vernichtender Kritiken glänzend an den Kinokassen gestartet. In Deutschland lockte der Film übers Wochenende mehr Publikum als die übrigen Filme der Top 5 zusammen. Daran konnten auch die weltweiten Proteste nichts ändern.

HB LOS ANGELES. Wie der Filmverleih Columbia Pictures am Sonntag mitteilte, spielte der Streifen in den ersten drei Tagen weltweit 224 Mill. Dollar ein. Nach vorläufigen Studioangaben hat er allein in US-Kinos am Wochenende 77 Mill. Dollar (60,3 Mill. Euro) eingespielt. Damit ließ der "Da Vinci Code" den Action-Thriller „Mission Impossible III“ (MI-III) mit Tom Cruise weit hinter sich und wurde zum zugkräftigsten Film dieses Jahres.

Der Film stieg sogar auf Rang zwei der erfolgreichsten Filmstarts überhaupt auf. Nur der „Star Wars“-Kassenschlager „Episode III - Die Rache der Sith“ spielte 2005 in den ersten Tagen nach seinem Start mit 253 Mill. Dollar noch mehr ein. Die zu Sony gehörenden Columbia Pictures hatten den in der Produktion rund 125 Mill. Dollar teuren „Sakrileg“-Film nach der Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes in rund 90 Ländern auf den Markt gebracht.

Die Leinwandversion von Dan Browns Bestseller bescherte außerdem sowohl Tom Hanks als Hauptdarsteller als auch dem Regisseur Ron Howard das bisher beste Einspielergebnis im eigenen Land.

Blockbuster trotz schlechter Kritiken und Proteste

„Das erste Wochenende wird eines der international besten Startwochenenden überhaupt“, sagte Jeff Blake, Marketing-Chef von Columbia Pictures, am Sonntag der dpa. Für den deutschen Markt schätzt er die Einnahmen seit dem Start am Donnerstag bereits auf 9,6 bis zehn Mill. Euro. Über eine Million Zuschauer sahen hier allein von Donnerstag bis Samstag den Thriller mit Tom Hanks sowie Audrey Tautou und eroberte damit die Spitze der deutschen Kinocharts. Das teilte das Medienunternehmen Media Control am Montag mit. „The Da Vinci Code“ lockte über das Wochenende mehr Publikum in die Kinosäle als die übrigen Filme der Top 5 zusammen.

Bei der Uraufführung bei den Festspielen in Cannes am Mittwochabend war der Thriller allerdings weitgehend durchgefallen. Zum anschließenden weltweiten Start rief die katholische Kirche zum Boykott gegen den Film auf, der historische Tatsachen falsch darstelle und den Glauben von Mrd. Menschen verletze. So verwahrte sich beispielsweise der konservative katholische Laienorden Opus Dei gegen die Geschichte von Dan Brown, in dem der Orden als Mörderverein hingestellt wird. In „Das Sakrileg“ geht es um eine angebliche jahrhundertelange Verschwörung der katholischen Kirche, um zu vertuschen, dass Jesus Christus mit der „Sünderin“ Maria Magdalena verheiratet gewesen sein und ein Kind gehabt haben soll, dessen Nachfahren heute noch leben.

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