Prozess um Haussklavin
„Sklavenhalter“ von Haßmersheim müssen lange ins Gefängnis

Geiselnahme und Körperverletzung: Im Prozess um die „Haussklavin von Haßmersheim“ sind die Angeklagten zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Das Ehepaar hatte eine junge Frau aus Würzburg monatelang gefangen gehalten.
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MosbachIm Fall der „Haussklavin von Haßmersheim“ muss der 51 Jahre alte Horst K. fast neun Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Mosbach verurteilte den Mann am Montag wegen Geiselnahme sowie gefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und zehn Monaten. Seine Ehefrau Lilia K. erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Zuvor hatte das beschuldigte Ehepaar vor dem Landgericht Mosbach ein Geständnis abgelegt. Die beiden Angeklagten gaben zu, eine heute 21-Jährige aus Würzburg monatelang gefangen gehalten zu haben. Der 51-jährige Beschuldigte räumte zudem ein, das Opfer immer wieder körperlich misshandelt zu haben. Seine Frau habe im Tatzeitraum unter seinem Einfluss gestanden und keinen eigenen Willen gehabt, ließ er durch seinen Anwalt erklären.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Abschlussplädoyer zehn Jahre Haft für Horst K. und vier Jahre und neun Monate Haft für Lilia K. gefordert. Der Tatbestand der Geiselnahme sei erfüllt. Die beiden Angeklagten seien einschlägig vorbestraft. Erschwerend komme die lange Dauer der Freiheitsberaubung und bei Horst K. das starke Ausmaß der körperlichen und psychischen Misshandlungen hinzu.

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„Du weißt genau, dass ich dich gern gehabt habe.“

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