Besuch beim Bundessortenamt: Im Reich der Kartoffelkoster

Besuch beim Bundessortenamt
Im Reich der Kartoffelkoster

PremiumWer Pflanzen oder Saatgut verkaufen möchte, benötigt eine Freigabe vom Bundessortenamt. Zu Besuch bei einer Behörde, die es mit der deutschen Gründlichkeit übertreibt – und zwar gründlich.

MagdeburgDer Rote Kardinal ist eine Augenweide. Die zarte Haut satt gefärbt, die Form schlank und lang, das Fleisch dunkelpink. Wenn es stimmt, dass das Auge mitisst, müsste diese Kartoffel in der Gunst jedes Restaurantchefs vorn liegen.

Aber das ist die Sicht eines Laien, der Hans-Horst Borg mit seiner Gabel ein jähes Ende bereitet. Er hat eine genaue Vorstellung davon, wie es sich anzufühlen hat, wenn er die Zinken in eine Kartoffel sticht. Schon in der DDR arbeitete er für die Zentralstelle für Sortenwesen, seit der Wende fürs Bundessortenamt. Privat liebt er seine Kartoffeln mit Bratensoße, beruflich muss er mit...

 
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