Billigflieger
Die Zeit der Schnäppchentickets läuft ab

Den vermeintlichen Preisknüllern zum Trotz wird Fliegen wieder teurer. Europas Billig-Airlines finden immer neue Tricks, die Preise klammheimlich zu erhöhen. Denn sie ächzen selbst unter steigenden Kosten und kämpfen in einem gnadenlosen Wettbewerb ums Überleben. Auch Air Berlin kommt unter Druck.
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Schnäppchenmarkt, "Zwei Flüge zum Preis von einem" oder doch lieber "ab 1 Cent in die Sonne", aber halt! Da sind "100 000 Flüge zum Nulltarif" und "eine Million Tickets ab 10 Euro inklusiv", vielleicht mal ganz abenteuerlich per "Blind Booking zum Überraschungsflug mit Preisgarantie", oder sind doch "Garantiert die besten Preise" billiger als die "Niedrigstpreisgarantie"?

Schnäppchenjäger mit Fernweh erleben dieses Frühjahr auf den ersten Blick als ein wahres Paradies. Immer neue Preisschlachten machen Fliegen und damit den Urlaub jeden Tag scheinbar noch ein bisschen billiger. Wann, so fragte noch vor Kurzem der ehemalige Vorstand des Reisekonzerns Tui, Karl Born, bekommen die Passagiere endlich Geld, als "Belohnung" dafür, dass sie fliegen? Born ist heute Professor für Tourismusmanagement und als Gelehrter müsste er eigentlich wissen:

Die Antwort ist ganz einfach. Nie.

Im Gegenteil. Den Preisknüllern zum Trotz wird Fliegen wieder teurer, die Zeit der Schnäppchentickets läuft ab, das Billig im Billigflieger verblasst. Dabei wird es die knalligen Lockangebote auch weiter geben.

Den Preisschock erleben Kunden, wenn sie sich von den kleinen Sternchen hinter den Bestpreisofferten ins Kleingedruckte führen lassen. Da wird klammheimlich für bislang Selbstverständliches kräftig zugelangt: Von der Gepäckaufgabe bis zur Platzwahl im Flieger - die Passagiere müssen für einst kostenlosen Service löhnen.

Denn die Fluglinien, vor allem die Discounter, stecken aufgrund steigender Kosten für Benzin und Löhne, Flugzeuge und Flughafengebühren im Überlebenskampf. Und kaum eine Fluglinie hat die Finanzkraft, die Rivalen mit dauerhaftem Preisdumping aus dem Markt zu kegeln.

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