Erfolgreich auf Instagram
„Nicht verstellen“ und „eigenen Weg gehen“

Die Bilderplattform Instagram ist ein Eldorado für Unternehmensgründer. Am auffälligsten sind Influencer mit vielen Fans. Geld verdienen sie über Werbung. Der deutsche Star unter den Männern ist Daniel Fuchs.
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DüsseldorfVom Spaß über den Nebenjob zum Beruf: Innerhalb von vier Jahren gingen die drei Solinger Sandro Rasá, Kosta Williams und Daniel Fuchs diesen Weg. Seit diesem Jahr leben alle drei von der Werbung für Unternehmen. Sie nennen sich „Influencer“, weil sie andere beeinflussen, ein Produkt zu kaufen oder gut zu finden.

Ihr Geschäftsmodell funktioniert, weil sie eine Nische gefunden haben: Alle drei präsentieren sich als moderne Männer. Ihren eigenen Erfolg führen sie darauf zurück, dass sie sich "nicht verstellen" und in der öffentlichen Darstellung glaubwürdig bleiben und dabei ihren "eigenen Weg gehen" (Video). Das raten sie auch anderen, die ihre Anhängerschaft im Netz steigern wollen.

Ihre Bilder werden dabei weniger von Frauen, sondern viel häufiger von Männern angeschaut. Das liegt daran, dass sie wenig nackte Haut zeigen, aber auf stilvolle Klamotten achten, die ihnen gefallen. Außerdem inszenieren sie ihre Auftritte so geschickt, dass die damit verbundene Werbung nicht nervt.

Direkte Geschäfte mit den Fans über Influencer anzuleiern, gilt als schwierig. Letztlich wirkt eine Verbindung zwischen einer Instagram-Größe und einem Unternehmen eher imagebildend. Wer heutzutage in einer bestimmten Zielgruppe schnell bekannt werden will, bedient sich aber gerne der Hilfe beliebter Personen im Netz. Oft ist das billiger und effizienter als traditionelle Werbung.

Interessanterweise ist der Erfolg der drei Solinger, die alle um die dreißig Jahre alt sind, sehr unterschiedlich, obwohl sie nahezu gleichzeitig gestartet sind. Die meisten Follower auf Instagram hat Daniel als „magic_fox“ gesammelt: über 1,3 Millionen. Kosta kommt auf eine halbe Million, Sandro auf gut 380.000. Das sind auf Instagram Zahlen, zwischen denen Welten liegen.

Grundsätzlich gilt: Je größer die Gemeinschaft eines Influencers in den sozialen Netzwerken, umso besser ist die Chance, dies zu vergolden. Bei 10.000 Followern auf Instagram verteilen Unternehmen womöglich nur kleine Geschenke an die Netz-Aktivisten. Wer ein Millionenpublikum hat, verlangt dagegen schon mal mehrere tausend Euro pro Post.

Ob sich solch eine Investition am Ende lohnt, hängt nicht nur von der Zahl der Follower eines Instagram-Profils ab, sagen Experten. Wichtig ist auch, wie sich die Community eines Influencers zusammensetzt und wie stark die Interaktion zwischen Idol und Fans ist. Dies zu analysieren, ist wichtig für Unternehmen, die ihren Umsatz mit Influencern ankurbeln wollen.

Eine längere Version des Videos mit Daniel und Sandro ist auf Youtube zu finden.

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