Falkensteins Weinprobe
Vom Fuße der Anden

Auf seiner Reise durch Argentinien findet Alessandro Speri einen alten Weinberg, für den er 2002 seiner italienischen Heimat den Rücken kehrt und sich im Lande des Tango niederlässt - sehr zum Ärger seiner Altvorderen. Vater Benedetto ging stets davon aus, dass Alessandro und dessen Bruder einmal das sein Gut übernehmen werden.

Alessandro Speri entstammt der namhaften Winzerfamilie Speri in San Pietro nahe Verona. Vater Benedetto ging stets davon aus, dass seine beiden Söhne einmal das Gut übernehmen werden. Doch Alessandro, der Ältere, wollte Stadtluft atmen. Er studierte Jura in Mailand.

Dort lernte er den Önologen Attilio Pagli kennen, der mehrere Weingüter in der Toskana und in Argentinien betreut. Der Weinmacher schwärmte dem Winzersohn vom Weinland am Fuße der Anden vor, besonders von der Malbec-Rebe, die dort in 1 000 Meter Höhe Bestform erreicht.

Schon bald reiste Alessandro Speri mit Bruder Marco neugierig in das Land des Tangos. Sie fanden in La Consulta nahe Mendoza einen alten Weinberg. Wieder daheim, überredeten sie den Vater, einen Zweitbetrieb in Südamerika zu gründen. Der Senior war zuerst überhaupt nicht angetan. Nach langem Zögern machte er Geld locker.

Der Alte knurrt nach wie vor. Doch inzwischen scheint er insgeheim stolz auf seinen Ältesten zu sein, der endlich ein tüchtiger Winzer geworden ist. Seit 2002 lebt Alessandro Speri, 40 Jahre alt, groß und kräftig, in Mendoza. Er ist mit einer Argentinierin verheiratet und fertigt großartige Weine. Berater Pagli, zum Freund geworden, hilft dabei.

Argentinische Weine ähneln oft denen von Bordeaux. Auf Speris "Prodigo" trifft dies zu. Auch im vierten Jahr ist dieser fast schwarze Malbec anfänglich verschlossen und zeigt erst nach Stunden seinen ganzen herben Reiz. Die satte Frucht von Schattenmorellen und Schlehen wird unterlegt vom samtig-weichen Gerbstoff. Holz ist nur angedeutet. Ein Hauch von salzigen Mineralien schwingt mit.

Dazu ein Zwei-Kontinente-Mahl: Beste Hüftsteaks kurz anbraten und warm stellen. Den Fond mit trockenem Martini ablöschen, entkernte grüne Oliven und wenige Anchovis pürieren und zu einer Creme rühren. Tomaten halbieren, mit Origano würzen, in eine feuerfeste Form legen und mit der Olivensauce umgeben. Zusammen mit den Steaks - in Folie eingeschlagen - für zehn Minuten bei 100 Grad in den Ofen stellen.

Prodigo classico


  • Jahrgang:

    2004
  • Anbaugebiet:

    Mendoza/Argentinien
  • Analyse:

    13,9ll Alkohol, 4,9 g Säure, 2,1 g Restzucker (pro Liter)
  • Trinken bis:

    2010

Adresse:
DosMalbec
Hugo-Viehoff-Str. 84
40468 Düsseldorf
Tel. 02 11/617 27 37
Fax - 617 27 38
julia.merkel@dosmalbec.com
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