Flughafen-Studie
Kontrollen machen Fliegen nicht sicherer

Sicherheitskontrollen am Flughafen machen das Fliegen einer US-Studie zufolge nicht sicherer. Es gebe keinen Nachweis dafür, dass das zeitaufwendige Durchleuchten des Handgepäcks Entführungen oder Attentate verhindere, stellten US-Wissenschaftler der Harvard School for Public Health fest. Und die meisten verbotenen und beschlagnahmten Gegenstände waren relativ harmlos.

HB WASHINGTON. Auch das Ausziehen der Schuhe zur gesonderten Kontrolle und die Beschlagnahmung kleiner Gegenstände trage offenbar nichts dazu bei, Zwischenfällen zuvorzukommen. Die zuständige Behörde habe regelmäßig neue Vorschriften zur Sicherheitskontrolle nach Berichten über Anschlagsdrohungen erlassen, hielten die Forscher Eleni Linos, Elizabeth Linos und Graham Colditz in ihrem Bericht im „British Medical Journal“ weiter fest. Wie effektiv sie seien, sei aber nicht überprüft worden. Stattdessen habe die Behörde die Beschlagnahmung von 13 Mill. Gegenständen als Erfolg bezeichnet. „Die meisten dieser verbotenen Gegenstände waren Feuerzeuge.“

Die zuständige Behörde TSA wies das Ergebnis zurück. „Wir können sicher sagen, dass unsere Bemühungen in den vergangenen fünf Jahren nicht umsonst waren“, sagte ihr Sprecher Christopher White. Weltweit werden der Studie zufolge jährlich 5,6 Mrd. Dollar für die Sicherheit an Flughäfen ausgegeben.

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