Flugzeugabsturz in Madrid
Richter macht Techniker für Spanair-Absturz verantwortlich

Die Maschine ist im August wegen falsch aufgestellter Startklappen abgestürzt. Jetzt ermittelt die spanische Justiz gegen zwei Techniker wegen Totschlag-Verdacht.

HB DÜSSELDORF. Beide Männer hätten Reparaturarbeiten an der Unglücksmaschine durchgeführt, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag in der spanischen Hauptstadt. Von den Ermittlungen betroffen ist demnach auch der Chef der Wartung am Madrider Flughafen. Ob es zu einer Anklage kommt, steht noch nicht fest.

Die Maschine vom Typ MD-82 hatte am Tag des Unglücks wegen eines fehlerhaften Außentemperaturfühlers einen ersten Start abgebrochen. Die Techniker hatten daraufhin eine Sicherung entfernt, um die Sonde abzustellen. Sie hätten aber übersehen, dass auch der Alarm im Cockpit nicht funktionierte, der die Piloten vor einer nicht korrekten Stellung der Landeklappen („flaps“) sowie der Vorflügel („slats“) warnen müsste, hieß es weiter. Beide Defekte hingen jedoch möglicherweise zusammen.

Nach dem vor einer Woche vorgelegten Bericht der zuständigen Untersuchungskommission war das Flugzeug abgestürzt, weil „flaps“ und „slats“ nicht ausgefahren waren. Die Piloten hatten dies nicht bemerkt, weil der dafür vorgesehene Alarm versagte. Bei dem Unglück am 20. August waren auch vier Deutsche ums Leben gekommen. 18 Menschen überlebten schwerverletzt.

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