Lanzarote
Schrott. Schlacke. Schönheit.

„Man muss sehen können ...“, so bringt Noss es auf den Punkt.

„... und ein Gespür entwickeln“, ergänzt Gretl Brand. Die Journalistin, Autorin und Künstlerin, die zwischen Köln und Yaiza, einem hübschen Dorf in der Inselmitte, pendelt, sagt trocken: „Wir bekommen Kalima“ – Wüstenwind aus dem nahen Afrika. Er verändert die Farben der Insel und die Stimmung der Menschen.

Lanzarote liegt Afrika von allen Kanaren am nächsten. Und Afrika liegt Gretl Brand am Herzen. Im Kulturzentrum von Yaiza zeigte sie ihre Bilder als Botschaft, Motive aus der Volkskunst des schwarzen Kontinents. Ein Teil des Erlöses geht an ein Kinderhilfsprojekt im Senegal: „Schule unterm Baum“.

Die Insel schult auch die Sichtweise ihrer Besucher: Staunen über morgendliche Muster im Sand, die Freude an den Fabeltieren aus Schrott im „Lagomar“, dem stimmungsvollen Restaurant in den roten Felsen von Nazaret. Der Bau gehörte mal Omar Sharif, er soll ihn verzockt haben.

Das kann Josef Bögle nicht passieren. Der Mann ist im übertragenen Sinn steinreich, schichtet die vom Meer gerundeten Steine am Strand Las Cucharas an der Costa Teguise zu Skulpturen auf. Damit findet der Deutsche, der im Winter auf der Insel, im Sommer am Bodensee lebt, seine eigene Balance. Wie mancher Besucher, der lange genug mit den Augen über die Insel wandert, ihre Schönheit in Schrott und Schlacke entdeckt und die Kreativität in sich. Das ist (Strand-)gut.

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