Livingstone greift Gewerkschaften an
London versinkt im Verkehrschaos

Der Streik bei der Londoner U-Bahn hat in der britischen Hauptstadt ein Verkehrschaos ausgelöst. Bürgermeister Livingstone kritisierte die verantwortliche Gewerkschaften scharf und sprach vom sinnlosesten Streik, der je ausgerufen wurde.

ap LONDON. Neun der zwölf Linien wurden völlig lahm gelegt, wie die Verkehrsgesellschaft Transport for London mitteilte. Der Ausstand der 2 300 Gewerkschaftsmitglieder soll noch bis Donnerstagabend dauern.

„Ich musste heute morgen drei Züge und zwei Busse nehmen, um zur Arbeit zu kommen, sagte der 57-Jährige Buchhalter Adrian Wells aus Sutton südlich von London. „Jetzt bin ich völlig fertig.“ Im Stadtzentrum war kaum ein Taxi zu bekommen. Soweit die Pendler nicht auf Züge und Busse umsteigen konnten, mussten sie beschwerliche Fußwege auf sich nehmen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Viele blieben auch einfach zuhause.

Bürgermeister Ken Livingstone warf der Gewerkschaft vor, aus nichtigem Grund das Leben der Londoner zu stören. „Dieser Streik ist einer der sinnlosesten, der je ausgerufen wurde“, sagte der sozialistische Politiker. „Alle Probleme sind doch schon gelöst worden.“ Die National Union of Rail, Maritime and Transport Workers (RMT) fordert eine Beschäftigungsgarantie im Anschluss an eine Finanzkrise beim Konsortium Metronet, das für die Instandhaltung der Gleise, Züge und Signale zuständig ist. Die „Tube“, wie die U-Bahn in London genannt wird, befördert täglich mehr als drei Millionen Fahrgäste in einem Schienennetz mit einer Länge von 410 Kilometern.

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