Megatrend Fitness
„Breakdance kann jeder, unabhängig vom Gewicht“

Die Fitnessbranche boomt. Immer mehr Deutsche trainieren in Studios. Doch Experten fürchten, dass der Markt gesättigt ist. Sie wollen eine neue Zielgruppe erreichen – auch auf der Branchenmesse Fibo, die heute startet.
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Köln123 Kilogramm: Das ist das Gewicht von Andreas Maintz. Sagt es, und macht dieses Bewegungen, als wären 123 Kilogramm nichts. Maintz ist Deutscher und Europameister im Breakdance. Am Wochenende wird er sein Können auch auf Fibo zeigen, der Leitmesse für Fitness, Wellness & Gesundheit in Köln.

Maintz sagt: „Breakdance kann jeder, unabhängig vom Gewicht.“ Es komme nur auf Training an. Und doch spielt das Gewicht nirgendwo sonst eine größere Rolle als im Bereich Fitness – oder genauer gesagt: im Fitness-Lifestyle-Bereich.

Umfragen belegen: Fast jeder zweite besucht ein Fitnessstudio, um sein äußeres Erscheinungsbild zu optimieren. Und 39 Prozent wollen ihr Gewicht reduzieren oder nutzen ein Fitnessstudio, um einen schöneren Körper zu bekommen.

Auch in Köln wird das Thema sein: Denn dort treffen sich die, die fit, schön und gestählt sind, es werden wollen oder einfach nur etwas für die Gesundheit tun wollen. Und die passenden Unternehmen sind auch da, denn Fitness ist ein Riesengeschäft. Von Donnerstag bis Sonntag präsentieren sich mehr als 1.000 Aussteller, mehr als die Hälfte kommt aus dem Ausland. Rund 150.000 Besucher werden auf der Fibo erwartet. Die wichtigsten Themen: gesunde Ernährung, individuelles Üben in kleinen Gruppen und Smart Training: von der Mitglieder-App bis zur total vernetzten Trainingsfläche.

Der Markt wächst: 5,05 Milliarden Euro Umsatz machte die Fitnessbranche 2016 in Deutschland laut einer Studie von DSSV, Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement – 4,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Zum Vergleich: 2010 waren es noch 3,8 Milliarden Euro. 10,1 Millionen Deutsche waren 2016 Mitglied in einem Fitnesscenter – so viele wie noch nie und rund doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Damit ist Fitness als Sportart sogar noch beliebter als Fußball.

Auch die Anzahl der Fitnesscenter ist weiter gewachsen. 2016 waren es 8.684 (2008: 5.753 Fitnesscenter). Das macht Deutschland zum mitgliederstärksten Fitnessmarkt noch vor Großbritannien und Frankreich. Durchschnittlich zahlten die Deutschen für ihre Mitgliedschaft 44,62 Euro.

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