Mehrere Mitgliedschaften zahlen sich aus
Meilenprogramme sind oft teurer

Die Deutschen sind ein Volk von Sammlern. Ihr liebstes Kind: das Vielfliegerprogramm der Lufthansa. „Verschwendung“, sagt Ravindra Bhagwanani. Der Meilenguru kennt den jeweils schnellsten Weg zum individuellen Freiflug. Und der führt nur in den seltensten Fällen über Miles & More.

HB DÜSSELDORF. Zumindest auf innerdeutschen Flügen und europäischen Kurzstrecken ist das Vielfliegerprogramm der Lufthansa einer der wichtigsten Gründe, warum Reisende sich bei ihrer Buchung doch nicht allein vom Preis leiten lassen. Solange Frequent Flyer- und Senator-Karte winken, droht dem Kranich-Carrier von der Billig-Konkurrenz nicht wirklich Gefahr.

Im Gegenteil: Die Nutzung von Meilen im Rahmen von Miles & More gehört für die meisten Vielflieger zum täglichen Geschäft. Oftmals mit verheerenden Folgen für die Unternehmen: Weil der Reisende spezielle Tarifabsprachen der Unternehmen mit den Airlines zugunsten seines eigenen Vorteils unterwandert und doch wieder Lufthansa bucht – oder ein anderes Mitglied im Verbund der Star Alliance – zahlen viele Firmen drauf.

Mehr noch: Die meisten Unternehmen überlassen die Nutzung der von ihnen finanzierten Prämien allein Ihren Mitarbeitern, anstatt die im Amt erworbenen Meilen einzukassieren. Sinnvoll genutzt wird dieses Geschenk allerdings nur in den wenigsten Fällen: die meisten Geschäftsreisenden sammeln einfach nur so vor sich hin. Nicht selten aber läuft die Gültigkeit der angehäuften Meilen gerade dann ab, wenn der ersehnte Freiflug kurz bevor steht. Oder das Upgrade ist nicht möglich, weil die Kontingente für Prämienpassagiere zum anvisierten Reisedatum ausgeschöpft sind.

Das Unternehmen Global Flight Management verspricht die optimale Ausnutzung von Vielfliegerprogrammen – privat wie geschäftlich. „Sie können damit rechnen, Ihre Prämien mindestens doppelt so schnell zu erreichen“, wirbt Ravindra Bhagwanani für seine Dienstleistung. Unternehmen stellt er Einsparungen von rund 10 Prozent im Bereich von Kurzstreckenflügen in Aussicht und bis zu 35 Prozent für Langstreckenflüge – allein durch die gezielte Auswahl von Bonusprogrammen. Der Preis: 129 Euro pro Jahr.

Seite 1:

Meilenprogramme sind oft teurer

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%