Mehrere Tote auf den Salomonen-Inseln
Tsunami überrollt bitterarmes Inselparadies

Ein Tsunami im Südpazifik hat am Montag die Inselgruppe der Salomonen teilweise überflutet und nach jüngsten Angaben mindestens zwölf Menschen das Leben gekostet. Mehrere Ortschaften wurden zerstört. Auslöser der meterhohen Flutwellen war ein Erdbeben der Stärke 8,0.

HB HONIARA/SYDNEY. Bis zu zehn Meter hohe Wellen hätten die Provinzhauptstadt Gizo im westlichen Teil des 1000-Insel-Staates getroffen, sagte Regierungssprecher George Herming. Dort seien unter anderem zwei kleine Kinder ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen würden vermisst, teilten die Behörden auf einer offiziellen » Webseite mit.

„Dies sind schwere Zeiten für unsere Nation“, sagte Premierminister Manasseh Sogavare in einer Fernsehansprache. Der Inselstaat habe aber noch Glück im Unglück gehabt, sagte Sogavare dem US-Fernsehsender CNN. „Wir können froh sein, dass es tagsüber passiert ist.“ Nachts hätte die Flutwelle noch wesentlich mehr Opfer gefordert, da die Leute im Schlaf überrascht worden wären, sagte Sogavare. „Ich fordere alle Behörden auf, die Hilfe für die Menschen zur höchsten Priorität zu machen.“

Nach Angaben des Katastrophenschutzdienstes waren tausende Inselbewohner vorübergehend obdachlos. Auch für andere Anrainer des Ozeans wie Indonesien und Australien wurde eine Warnung vor einer Flutwelle ausgegeben. Etwa neun Stunden nach den Beben hoben die Behörden die Tsunami-Warnung jedoch wieder auf.

Die Inselgruppe im Südpazifik wurde in der Nacht zum Montag (MESZ) durch mindestens zwei schwere Beben erschüttert - das eine erreichte nach Angaben des US-Instituts Geological Survey die Stärke von 8,0. Die US-Erdbebenwarte registrierte das Beben um 07:39 Uhr Ortszeit (Sonntag, 22:39 Uhr MESZ). Die dem Beben folgende Flutwelle drang Medienberichten zufolge bis zu 200 Meter ins Landesinnere ein.

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