Regionalverkehr
Schnelle Regionalzüge sollen Rhein-Ruhr-Nahverkehr verbessern

Ein System aus sechs komfortablen Regionalzuglinien sollen im nächsten Jahrzehnt den Verkehrskollaps in der Rhein-Ruhr-Region verhindern. Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn AG wollen zusammen den Rhein-Ruhr-Express (RRX) auf die Beine stellen.

HB BERLIN. Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn AG haben sich auf ein Konzept für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) vor, der als „innovatives Premiumprodukt“ verkehren soll, wie Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee am Freitag in Berlin sagte. Die Gesamtinvestitionen ins Netz betragen 1,3 Mrd. Euro. Mit einem Baubeginn ist nicht vor 2010 zu rechnen.

Der RRX soll nach Angaben des Ministeriums zwischen Intercity und Regionalexpress angesiedelt werden. Das entspricht etwa dem Niveau des vor einigen Jahren eingestellten Interregio-Systems. Spurtstarke Triebwagen mit Spitzentempo 160 sollen „eine hohe Sitzplatzverfügbarkeit auch in der Hauptverkehrszeit und eine gehobene Innenausstattung“ bieten. Auch die Stationen sollen aufgewertet werden.

Sechs Linien mit den Endpunkten Münster, Minden, Aachen, Koblenz und Flughafen Köln/Bonn sollen im Stundentakt verkehren. Zwischen Dortmund und Köln-Deutz werden vier Linien zu einem 15-Minuten-Takt gebündelt. Damit werden umsteigefreie Verbindungen von fast allen Landesteilen zur Rhein-Ruhr-Achse geschaffen.

Bahn, Land und Bund betonten am Freitag zwar, sie setzten sich für eine möglichst zügige Realisierung des Vorhabens ein. Allerdings wird mit dem Baubeginn wegen der notwendigen Planungs- und Genehmigungsvorläufe für die Streckenausbauten kaum vor 2010 begonnen werden können, so dass die ersten Züge Mitte des nächsten Jahrzehnts fahren könnten. Tiefensee betonte aber, die Beteiligten würden „kurzfristig eine Planungsvereinbarung abschließen“.

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