Sonderzüge bei der Bahn
Lage an Flughäfen Frankfurt und Heathrow entspannt sich

Nach dem Schneechaos läuft der Verkehr langsam wieder in geordneteren Bahnen. Die Deutsche Bahn richtete einen Sonderfahrplan für Fernzüge ein, um möglichst alle Reisenden an ihr Ziel zu bringen. Am Frankfurter Flughafen hat sich der Betrieb wieder normalisiert, auch am Londoner Airport Heathrow beginnt sich die Lage zu entspannen.
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HB FRANKFURT AM MAIN/LONDON. Auf dem wichtigsten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main sind am Mittwochmorgen wieder alle Start- und Landebahnen in Betrieb. Das sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. „Es deutet alles darauf hin, dass sich die Dinge entspannen. Die Überhänge vom Dienstagabend sind fast abgebaut.“ Die weitere Entwicklung hänge aber nicht allein vom Frankfurter Flughafen ab, sondern auch von der Leistungsfähigkeit der anderen europäischen Airports.

Obwohl der Flugbetrieb in Frankfurt „reibungslos“ laufe, müssten 68 Flüge gestrichen werden. „Das hat nichts mit Frankfurt zu tun“, sagte der Sprecher. Wegen des Winterwetters in anderen europäischen Städten - wie etwa London - würden 49 Landungen und 19 Starts annulliert. „Die Umläufe stimmen europaweit noch nicht“, sagte der Sprecher.

Den Tag über werde man versuchen, die etwa 3500 gestrandeten Passagiere zusätzlich zum normalen Passagieraufkommen in den Maschinen unterzubringen - und dass bei einem noch immer durcheinandergewirbelten Flugplan mit Ausfällen und Verspätungen. Die Terminals seien am Morgen schon wieder „gut belebt“. Rund 600 Passagiere hatten die Nacht am Flughafen auf Feldbetten verbracht. Der Großteil der Wartenden ließ sich die Nacht über in Hotels einquartieren, teilweise 70 Kilometer außerhalb der Stadt.

Für Donnerstag sei außerdem noch einmal mit einem Zuwachs an Fluggästen zu rechnen, weil in neun Bundesländern die Weihnachtsferien beginnen. „Eine Prognose, ob sich rechtzeitig zu Weihnachten wieder alles normalisiert haben wird, kann wirklich noch keiner geben“, hatte schon am frühen Morgen ein Fraport-Sprecher gesagt. Zumindest die Wettervorhersage sei vorteilhaft.

Auch Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa wollte am Mittwoch in Frankfurt wieder weitgehend zu ihrem normalen Flugplan zurückkehren, nachdem sie zuvor wegen des schlechten Wetters die Flüge deutlich ausgedünnt hatte. Einzelne wetterbedingte Streichungen auf innerdeutschen Strecken schloss die Fluggesellschaft allerdings nicht aus. Wegen des Rückstaus der vergangenen Tage rief die Lufthansa Reisende weiterhin dazu auf, möglichst alternative Verkehrsmittel zu nutzen. Fluggäste sollten mindestens drei Stunden vor dem Abflug am Flughafen sein, da es zu Schlangen an der Gepäckabfertigung kommen könne.

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