Streik
Flugausfälle bei LTU und Air Berlin

Bei der Fluggesellschaft LTU und der Mutter Air Berlin hat es am Morgen bereits zahlreiche Flugausfälle im Inland und bei einem Langstreckenflug gegeben. Grund ist ein Streik der Vereinigung Cockpit für neue Vergütungsregeln.
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HB BERLIN. Der Ausstand begann nach VC-Angaben um 5.30 Uhr und sollte am Abend enden. Neben den LTU-Piloten beteiligten sich auch einige Air-Berlin-Flugzeugführer aus Solidarität an der Aktion, so dass fünf innerdeutsche Flugpaare gestrichen wurden, wie Air-Berlin-Sprecher Hans-Christoph Noack mitteilte.

Betroffen waren Flüge aus Dresden sowie zwischen München, Düsseldorf und Berlin. Ein LTU-Langstreckenflug von Düsseldorf nach Hurghada in Ägypten sollte statt am frühen Morgen erst nach Streikende gegen 21.30 Uhr starten. Die Passagiere wurden in Hotels untergebracht oder mit Taxigutscheinen versorgt. Bei den übrigen LTU-Flügen versuchte die Muttergesellschaft mit dem Einsatz von Air-Berlin-Personal und der Charterung von Maschinen anderer Fluggesellschaften, die Auswirkungen des Arbeitskampfes so gering wie möglich zu halten.

Hintergrund des Streiks ist das Scheitern von Tarifverhandlungen schon im Februar. Laut Noack fordert VC Erhöhungen von 11,7 Prozent, was in der derzeitigen Situation unzumutbar sei. Air Berlin biete dagegen drei Prozent. Die Pilotenvereinigung erklärte, sie habe die Forderungen zur Neuregelung von Vergütungsbestandteilen in ein Paket eingebettet, das insbesondere die Sicherung und Vereinheitlichung der Arbeitsbedingungen aller Piloten in der Air-Berlin-Gruppe beinhalte. Damit sollten auch die tariflichen Voraussetzungen für die Integration der LTU in die Air Berlin geschaffen werden. In der vergangenen Woche habe Air Berlin das Ziel einer Integration jedoch völlig überraschend wieder aufgegeben, erklärte Cockpit.

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