Urteil
Wer auffährt, muss nicht immer Schuld haben

HB FRANKFURT/MAIN. Bei einem Unfall ist nicht immer der Auffahrende Schuld. Darauf weisen die Verkehrsrechtsanwälte im Deutschen Anwaltverein unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt hin.

Im konkreten Fall war ein Autofahrer auf einen vor ihm fahrenden Wagen aufgefahren. Der Lenker dieses Fahrzeugs war an einer Ampel bei Grün losgefahren, hatte dann aber gebremst, weil er nach eigenen Angaben eine sich nähernde Straßenbahn gesehen hatte. Die Straßenbahn hielt allerdings an einer Haltestelle an der Kreuzung. Das Gericht sah in dem Verhalten eine Behinderung des Verkehrsflusses, da der Autofahrer ohne für den nachfolgenden Verkehr erkennbare Ursache abgebremst habe und dadurch das Auffahren des Hintermannes unvermeidlich geworden sei.

(Aktenzeichen: OLG Frankfurt drei U 220/05 vom 2. März 2006)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%