Verkehrschaos in Europa
Weihnachtspendler stecken im Schnee fest

Bei vielen Pendlern dürfte die Vorfreude auf Weihnachten dahin sein. Heftige Schneefälle und stürmischer Wind haben den Verkehr in Europa zum Erliegen gebracht. Hunderte Flüge wurden gestrichen, am Frankfurter Flughafen kam es zu Tumulten.
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HB FRANKFURT/LONDON/PARIS/ROM. Am verschneiten Frankfurter Flughafen warten tausende Passagiere auf ihren Abflug. "Der Flugplan ist komplett aus den Fugen geraten", sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Bis zum frühen Nachmittag wurden rund 200 Flüge gestrichen worden, am Vortag mussten gar über ein Drittel der geplanten 1 400 Flüge annulliert werden.

Die Lufthansa setzt wegen einer zu erwartenden neuerlichen Verschlechterung der Wetterbedingungen einen Sonderflugplan in Kraft. Dieser beinhalte erhebliche Streichungen von innerdeutschen und europäischen Flügen von und nach Frankfurt, teilte die Fluggesellschaft am Samstag mit. Langstreckenflüge der Lufthansa seien davon nicht betroffen. Mit dem Sonderplan wolle das Unternehmen „die gewohnte Stabilität des Flugbetriebs wiederherstellen“.

Etwa 2 500 am Freitag gestrandete Fluggäste wurden zusätzlich in den ohnehin schon vollen Terminals erwartet. "Von Entspannung kann keine Rede sein", sagte der Sprecher. In Frankfurt seien zwar die Start- und Landesbahnen geräumt. Aber weil andere europäische Flughäfen geschlossen seien – etwa Pisa und Flughäfen in Kroatien – könne sich die Lage in Frankfurt noch verschärfen.

Am Vormittag kam es zu wütenden Tumulten. Die Polizei musste bei der Gepäckabfertigung aufgebrachte Passagiere zur Ruhe bringen, wie Augenzeugen berichteten. Auslöser der hitzigen Debatten unter den Fluggästen waren erhebliche Verzögerungen bei der Gepäckabfertigung am Lufthansa-Schalter. In einer schier endlosen Warteschlange, die sich quer durch das Terminal 1 zog, warteten hunderte Passagiere.

Die Lage auf den Straßen beruhigte sich dagegen wieder etwas. Die Straßen waren am Samstag weitgehend wieder frei. Doch halten sich Schnee und Eis weiter so hartnäckig, werden sich Autofahrer vielerorts nicht mehr auf geräumte Straßen verlassen können.

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  • "Der Wahnwitz mit der Reiserei anstatt Weihnachtstage mal in Ruhe zu Hause zu verbringen ist ohnehinn dumm. "

    Sehr richtig, deshalb wollen auch so viele Menschen mit dem Flugzeug rechtzeitig vor Weihnachten wieder nach Hause fliegen.

  • Tja, wir hätten hier in brandenburg eigentlich eine Menge Platz für einen richtigen Großflughafen mit zwei Landebahnen für den Europaverkehr in Schönefeld und noch zwei großen bahnen für den interkontinentalverkehr in Sperenberg. Läge alles schön nah beieinander, und wenn mal auf der einen Seite Schnee geschoben werden muss würden wir es ausnahmsweise und im Notfall auch mal ertragen, wenn die Maschinen über Teltow und Stahnsdorf und Zeuthen fliegen. Aber wirklich nur im Notfall. Der würde bei solchen Kapazitäten aber kaum eintreten. Stattdessen beschränkt man sich auf zwei bahnen in Schönefeld, die dann in maximaler Auslastung mit halbherzigem interkontinentalverkehr im Parralelbetrieb und mit irgendwelchen abknickenden Flugrouten betrieben werden sollen, inklusive Nachtbetrieb, den man sonst nach Sperenberg hätte auslagern können.

  • Sie haben zum Teil recht. Allerdings würde ich von der Lufthansa ein besseres Krisenmanagement erwarten. ich habe es in diesen Tagen selbst erlebt. Die Mitarbeiter machen teilweise Dienst nach Vorschrift und die Mitarbeiter werden nicht informiert. Man kann so etwas einüben.

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