Viele TGVs fallen aus
Frankreichs Eisenbahner streiken

Ein 36-stündiger Streik der Eisenbahner hat am Mittwoch zu erheblichen Störungen im französischen Schienenverkehr geführt. Viele TGVs fielen aus, der Eurostar und der Thalys fahren jedoch normal. In Paris ist der Regionalverkehr beeinträchtigt.

HB PARIS. So fuhren nur zwei von drei TGV-Hochgeschwindigkeitszügen, und im Großraum Paris fiel jede zweite Regionalbahn aus.

Sechs der acht Bahngewerkschaften hatten mit Forderungen zur Garantie des Frachtverkehrs im staatlichen SNCF-Konzern sowie zur Arbeitsplatz- und Rentensicherung die neue SNCF-Chefin Anne-Marie Idrac herausgefordert. Idrac hatte ihr Amt im Juli von Louis Gallois übernommen, als dieser in die Spitze des Airbus-Mutterkonzerns EADS aufstieg. Die konservative frühere Staatssekretärin zog sich den Zorn der Gewerkschaften zu, weil sie den sozialen Dialog bei der Bahn als archaisch bewertete und mit dem „Kalten Krieg“ verglich. Die Sozialisten machten Idrac deswegen für den Streik verantwortlich; die rechtsradikale Nationale Front nannte den Arbeitskampf illegal und forderte ein Eingreifen des Staates.

Zwischen einem Viertel und einem Drittel der Bahn-Beschäftigten folgten dem Aufruf zur Arbeitsniederlegung. Das entsprach etwa der Mobilisierung bei den drei Bahnstreiks 2005. Besonders betroffen war der überregionale Inlandsverkehr: Zwei von drei Corail-Zügen blieben in den Depots. Anders als in früheren Jahren kam es jedoch an den Bahnhöfen nicht zu einem Chaos, weil die Fahrgäste zwei Tage im Voraus über die Streikfolgen informiert worden waren und sich darauf einstellen konnten. Der Ausstand soll an diesem Donnerstagmorgen enden.

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