Zehn Verletzte
Zugunglück in Bochum behindert Bahnverkehr

Der Unfall einer S-Bahn im Bochumer Hauptbahnhof in der Nacht zu Mittwoch hatte weitreichende Folgen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der gesamte Zugverkehr in und rund um die Ruhrgebiets-Stadt kam ins Stocken.

HB BOCHUM. Wie die Bahnpolizei am Mittwoch mitteilte, geriet die S-Bahn gegen 2 Uhr nachts über eine falsch gestellte Weiche auf ein Abstellgleis und prallte gegen einen Prellbock. Vier der 32 Fahrgäste seien schwer verletzt worden, sechs leicht. Zwölf Personen, darunter der Lokführer und der Fahrdienstleiter im Stellwerk, erlitten einen Schock. Ob die verhängnisvolle Irrfahrt in einer Baustelle durch menschliches oder technisches Versagen geschah, sei noch ungeklärt, sagte Bahnsprecher Gerd Felser.

Die S-Bahn der Linie 1 von Düsseldorf nach Dortmund war etwa 500 Meter nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof auf das Stumpfgleis geraten. „Wegen der Baustelle musste die Bahn sowieso einen anderen Weg als den üblichen nehmen“, erläuterte Felser. Ob der Lokführer noch eine Notbremsung einleiten konnte, sei noch nicht geklärt. Die Lok riss den Prellbock mit und prallte schließlich gegen einen Oberleitungsmasten, der erheblich verbogen wurde. Durch den Aufprall wurden die Fahrgäste durch die Waggons geschleudert. „Dieser Früh-Zug wird üblicherweise von Flugreisenden genutzt, die am Düsseldorfer Flughafen gelandet sind“, sagte Felser.

Während der Fernverkehr und die Regionalbahnen bereits am Morgen wieder ungestört rollten, blieb der S-Bahn-Verkehr zwischen Bochum und Dortmund bis zum Mittag an einigen Stationen unterbrochen. Die Lok hatte bei dem Unfall die Oberleitung herunter gerissen, die zunächst repariert werden musste. Die 80 Tonnen schwere Lok sollte am Abend mit einem Spezialkran wieder auf die Schienen gesetzt werden.

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