Kinostarts der Woche
Kriegs-Thriller Dunkirk stürmt die Kinocharts

Ein Drama über den Zweiten Weltkrieg gewinnt an Nordamerikas Kinokassen. Mit dem Kriegs-Thriller „Dunkirk“ wird an die Evakuierung von 330 000 Soldaten vom Strand in Dünkirchen erinnert. Der Film startet nun hierzulande.
  • 0

Los Angeles/LondonSeit Steven Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ 1998 ist kein Film über den Zweiten Weltkrieg mehr so erfolgreich in Nordamerika angelaufen: Mit „Dunkirk“ landete der gebürtige Brite Christopher Nolan jetzt einen Volltreffer. Das Drama über die verzweifelte Lage von Hunderttausenden Soldaten im französischen Küstenort Dünkirchen beim Angriff der Nazis im Mai 1940 stürmte am Wochenende an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts.

Nach ersten Hochrechnungen des „Box Office Mojo“ vom Sonntagabend startete „Dunkirk“ in den USA und Kanada mit Einnahmen von 50,5 Millionen Dollar (43,3 Millionen Euro). An diesem Donnerstag läuft das Drama auch in Deutschland an. US-Kritiker und -Zuschauer gaben Nolan und seinen Akteuren Fionn Whitehead, Mark Rylance, Kenneth Branagh, Cilian Murphy, Tom Hardy und Jack Lowden beste Noten. 

International addierte „Dunkirk“ weitere 55,4 Millionen Dollar und brachte mit dem Gesamtergebnis von rund 100 Millionen schon am ersten Wochenende seine massiven Produktionskosten in etwa wieder ein. Mit seinem Kriegs-Thriller „Dunkirk“ erinnert der britische Starregisseur Christopher Nolan an die Evakuierung von 330 000 Soldaten vom Strand der französischen Stadt Dünkirchen, unmittelbar bevor die deutsche Wehrmacht vorrückte.

Unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Gewehrsalven flüchtet der junge britische Soldat Tommy durch die Straßen von Dünkirchen an den Strand. Dort erwartet ihn ein düsteres Szenario: Hundertausende von Kameraden hoffen, praktisch ungeschützt vor Luftangriffen der deutschen Wehrmacht, im Sand auf ihre Rettung. Es dauert nur wenige Minuten und die Zuschauer sind mittendrin im Kriegsdrama „Dunkirk“, für das Starregisseur Christopher Nolan („The Dark Knight“, „Interstellar“) neben Kenneth Branagh, Tom Hardy, Cillian Murphy und Oscar-Gewinner Mark Rylance zahlreiche Jungdarsteller und Debütanten vor die Kamera geholt hat. 

Die Schlacht von Dünkirchen, die zwischen dem 26. Mai und 5. Juni 1940 stattfand, hat einen besonderen Platz in der britischen Geschichte. Sie gilt gleichermaßen als Katastrophe und als Wunder: 330 000 von 370 000 Soldaten konnten dank tatkräftiger Hilfe von britischen Zivilisten gerettet werden. Mit kleinen Fischerbooten, Jachten und Ausflugsdampfern nahmen sie bei schlechten Wetterbedingungen die Reise über den Ärmelkanal nach Dünkirchen auf sich, um die Soldaten nach Hause zu holen, bevor Hitlers Wehrmacht vorrückte. 

„Dunkirk“ zeigt die Ereignisse dieser entscheidenden Tage aus drei Perspektiven. Tommy (Fionn Whitehead) wartet auf dem Land mit den anderen Soldaten auf seine Evakuierung. Die RAF-Piloten Farrier (Tom Hardy) und Collins wehren in ihren Spitfire-Kampfjets die gegnerischen Luftangriffe ab. Und Mr. Dawson (Mark Rylance) versucht mit seinem Sohn Peter und dem jungen George auf dem Wasser so viele Leben wie möglich zu retten.

Seite 1:

Kriegs-Thriller Dunkirk stürmt die Kinocharts

Seite 2:

„Das ist kein Kriegsfilm, sondern ein Spannungs-Thriller“

Kommentare zu " Kinostarts der Woche: Kriegs-Thriller Dunkirk stürmt die Kinocharts"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%