Wenn Ebola um sich greift
Weltuntergangsstimmung beim „Tatort“

Ein tödliches Virus sorgt in einem kleinen Ort für Chaos. Der „Tatort“ kehrt mit einem brisanten Thema aus der Sommerpause zurück. Die Wiener Ermittler stehen dabei vor großen Herausforderungen.
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WienEin österreichisches Dorf in der tiefsten Provinz im Ausnahmezustand: Quarantäne, Notfallkommandos und Soldaten in Schutzanzügen dominieren das Ortsbild. Todesangst greift bei den Bewohnern im neuen „Tatort“ in Windeseile um sich. Doch der gefürchtete Feind ist diesmal nicht zu greifen. Alles beginnt mit der Entdeckung einer Leiche. Die Wiener Ermittler sollen den Tod eines Mannes aufklären, doch nach der Obduktion ist plötzlich alles anders. Der Afrikaner trägt das gefährliche Ebola-Virus in sich und bringt die Kommissare selbst in Lebensgefahr. Die Krimireihe meldet sich mit einer sozialkritischen Anklage aus der Sommerpause zurück und will aufzeigen, wie fern geglaubte Krankheiten auch Europa erreichen könnten. „Virus“ läuft an diesem Sonntag (20:15 Uhr) im Ersten.

Die beiden Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) haben zunächst aber mit eigenen Problemen zu kämpfen. Sowohl die körperlichen als auch die psychischen Ergebnisse ihrer routinemäßigen Belastungstests sind miserabel. Die Stimmung zwischen den beiden langjährigen Kollegen ist wie immer konfliktgeladen.

„Du bist zu früh! Sag einmal, kannst du nicht zu spät kommen, wie jeder normale Mensch?“, fährt Fellner ihren Partner an, als dieser ihr mit einem Ständchen zum Geburtstag gratulieren will. Ein Einsatz im steirischen Pollau beendet die Zankereien in Wien zunächst – und offenbart am Ende der Folge nach durchgestandenen Krisen doch die tiefe Zuneigung füreinander.

Gerufen werden die beiden Polizisten wegen eines mysteriösen Mordfalles in einem Steinbruch. Ein etwa 40-Jähriger wird dort mit Löchern im Kopf erschlagen aufgefunden. Woher kommt der gepflegte Mann (David Wurawa) ohne jede Papiere? Hat der Afrikaner etwas mit dem Fluchthof im Ort zu tun? Dort leben seit Jahren mehrere afrikanische Familien auf der Alm in ländlicher Idylle. Die Migranten singen und tanzen in bunten Kleidern ums Lagerfeuer und bedienen dort wohl mehr Klischees als für den Krimi eigentlich nötig. Regisseurin Barbara Eder inszenierte nach einem Buch von Rupert Henning.

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„Die Angst eilt der Wirklichkeit voraus“

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