60 000 Euro ohne erkennbare Arbeitsleistung
Laumann bezeichnet Fehlverhalten von Arentz als Katastrophe

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Karl-Josef Laumann (CDU), hat die Gehaltsaffäre seines Parteifreundes Hermann-Josef Arentz als Katastrophe bezeichnet.

HB BERLIN. Arentz habe sich ein „großes Fehlverhalten“ zu schulden kommen lassen, sagte Laumann am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Sein Rücktritt vom Vorsitz der CDU-Sozialausschüsse (CDA) sei daher unvermeidbar gewesen. Ein solches Verhalten sei eine „Katastrophe für die Arbeitnehmerbewegung“. Laumann ließ offen, ob er bei der Neuwahl des CDA-Vorsitzenden im Juni kommenden Jahres für diesen Posten bereit steht. Es sei Aufgabe der CDA-Gremien, einen Kandidaten zu benennen.

Laumann war auf dem CDU-Parteitag erstmals ins Parteipräsidium gewählt worden und gilt als Favorit für die Nachfolge von Arentz. Dieser stand seit 1992 auf der Gehaltsliste der heutigen RWE Power AG. Nach Medienberichten erhielt er ohne erkennbare Arbeitsleistung 60 000 Euro jährlich. Nach Bekanntwerden der Zahlungen war Arentz zunächst bei der Wahl ins Parteipräsidium gescheitert und am Mittwoch vom CDA-Vorsitz zurückgetreten.

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