Abstimmung über S21
Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen

Am Sonntag stimmen die Bürger Baden-Württembergs über Stuttgart 21 ab. Egal wie der Entscheid ausfallen wird - eine Erkenntnis wird sein, ob bei Großprojekten in Zukunft überhaupt noch Investitionssicherheit besteht.
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Stuttgart/BerlinKurz vor der Volksabstimmung in Baden-Württemberg trommelt die Deutsche Bahn AG noch einmal kräftig für das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21. Am Mittwoch Früh lud Bahn-Chef Rüdiger Grube in den 21. Stock der Zentrale am Berliner Potsdamer Platz, um noch einmal Klarheit über die Konsequenzen zu schaffen, sollte Baden-Württemberg aus der Finanzierung des auf 4,5 Milliarden Euro veranschlagten Bahnhofs samt Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Ulm aussteigen. „Die Diskussion schädigt den Investitionsstandort Deutschland“, sagte Grube.

Ganz abgesehen von den Folgen für das Bundesland: „Der Schadensersatz wird sich auf mehr als die von uns veranschlagten 1,5 Milliarden Euro belaufen“, stellte Grube klar. Denn nicht nur die Bahn, auch die Stadt, der Flughafen und auch der Bund würden Geld verlangen.

Kurz vor der Abstimmung am Sonntag tobt noch einmal die Meinungsschlacht. Die Bahn wittert Verschwörungstheorien bei den Gegnern. Diese reden weiter von manipulierten Zahlen und Berechnungen. Die Grünen und andere Projektgegner werfen der Bahn vor, dass die veranschlagten Kosten von 4,5 Milliarden Euro am Ende nicht reichen und die tatsächlichen Kosten bei sechs Milliarden Euro liegen würden.

Eine Gruppe von Ingenieuren, die sich gegen den Tiefbaubahnhof aussprechen, präsentierte diese Woche neue Berechnungen, nach denen der alte Bahnhof auf seinen 17 Gleisen 50 und mit neuer Signaltechnik sogar bis zu 56 Züge in der Spitzenzeit zwischen sieben und acht Uhr aufnehmen könne, der neue Tiefbahnhof mit seinen acht Gleisen aber nur auf 49 Züge käme. „Ein großer Knotenbahnhof wie Stuttgart braucht Gleise, Gleise und nochmals Gleise“, fühlt sich der ehemalige Stuttgarter Bahnhofschef Egon Hopfenzitz bestätigt.

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„G wie gar nichts“

Kommentare zu " Abstimmung über S21: Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen"

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  • Grube und seine S 21 Mafia erpressen wie immer die Stuttgarter Bürger. Besser aber gar nichts als das die Stadt zertörende "Stuttgart 21". Wir haben die Drohungen und Erpressungen eines Herrn Grube gründlich satt. Soll er sich trollen!

    JA ZUM AUSSTIEG!
    http://kein-stuttgart-21.org/

  • Investitionssicherheit bekommen wir dann wieder, wenn Großprojekte ohne Klüngelei und vor allem transparent geplant werden.

  • Man stelle sich vor, der Chef einer Aktiengesellschaft erklärt öffentlich, er werde einen lukrativen Teil seiner Produktionsanlagen verrotten lassen, dem Verfall anheim geben. Die Aktionäre würden doch sofort auf die Barrikaden gehen und den Typen achtkantig feuern! Schliesslich verhält sich der Mann hochgradig illoyal gegenüber den Geschäftsinteressen seines Unternehmens den legitimen Profitinteresse seiner Aktionäre. Zitat Grube:"…würde die Bahn gar nicht mehr in den Bahnhof und die anliegenden Gleise investieren."

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