Al-Wazir und Schulz-Asche
Hessische Grüne bestätigen Führungsduo

Die hessischen Grünen haben ihr Führungsduo Tarek Al-Wazir und Kordula Schulz-Asche mit klarer Mehrheit wiedergewählt. Al-Wazir stimmt die Partei auf einen eigenständigen politischen Kurs der linken Mitte ein - und deutete auch eine vorsichtige Öffnung zur CDU auf Landesebene an.
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HB MARBURG. Tarek Al-Wazir (38) erhielt auf einem Landesparteitag am Samstag in Marburg 86 Prozent der Stimmen, für Schulz-Asche (52) stimmten 89 Prozent. Schulz-Asche ist seit 2005 Landesvorsitzende. In den vergangenen zwei Jahren hatte sie zusammen mit Al-Wazir die Partei geführt.

Al-Wazir, der auch Landtagsfraktionschef ist, rief seine Partei auf, sich als "führende Kraft der linken Mitte" zu positionieren. Die Grünen müssten selbstbewusst auf Eigenständigkeit setzen und nicht so sehr auf die anderen schauen. Bei der Frage nach künftigen Bündnispartnern komme es nicht auf "irgendwelche Farbenspielereien" an. "Die Inhalte sind entscheidend für das, was wir machen und nicht, mit wem wir es machen."

Al-Wazir deutete auch eine vorsichtige Öffnung zur CDU auf Landesebene an. Mit der SPD hätten die Grünen zwar bislang mehr inhaltliche Schnittmenge. Doch auch bei den Christdemokraten sehe er Bewegung. "Es gibt auch in der hessischen CDU zunehmend mehr Leute, die wissen, dass Roland Koch (Ministerpräsident) und Christean Wagner (Fraktionschef) kein Zukunftsprogramm sind." Diese Leute sollten auch die Grünen unterstützen und fördern.

Die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth forderte von ihrer Partei "volle Pulle Opposition" gegen die schwarz-gelbe Koalition in Berlin. Die Grünen müssten inner- und außerhalb der Parlamente gesellschaftliche Mehrheiten gegen die Politik der Bundesregierung aus Union und FDP suchen. Als Beispiel nannte Roth die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke.

Kommentare zu " Al-Wazir und Schulz-Asche: Hessische Grüne bestätigen Führungsduo"

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  • @Tom: Mit ihrem Kommentar stellen Sie sich selber ins Abseits. Die Grünen sind nun nicht meine Partei, aber dennoch kann man der Partei eine enorme Leistung nicht in Abrede stellen. Oder hätte ohne die Grünen ein CDU-Umweltminister, wie diese Woche Hr. Röttgen, eine ökologische Reform der Wirtschaft angekündigt?

  • diese grünen opium rauchenden terroristen werden ja morgen auch noch wissen was sie da gewählt haben

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