Altersteilzeit
IG Metall droht mit weiteren Streiks

Die IG Metall will nicht locker lassen. Bis zum Sommer müsse in der Metall- und Elektroindustrie eine neue Regelung für die Altersteilzeit gefunden werden. Die Gewerkschaft macht nun Druck und droht mit weiteren Streiks.

HB HANNOVER. "Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen, ist Arbeitskampf der nächste Schritt", sagte IG-Metall-Chef Berthold Huber der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" zufolge. Der Gewerkschafter forderte eine schnelle Einigung. "Die Sache wird nicht einfacher, wenn wir sie verschieben", erklärte er. Es werde eine Lösung noch vor der Sommerpause benötigt.

Die Gewerkschaft wolle eine "flexible Altersteilzeit-Regelung und keine Minimal-Lösung", sagte der IG-Metall-Vorsitzende. Beschäftigte müssten zu erträglichen Bedingungen in den Ruhestand gehen können, "bevor sie das gesetzliche Rentenalter erreichen", sagte Huber der Zeitung zufolge. Da die Altersteilzeit künftig nicht mehr staatlich gefördert werde, müsse sie "tarifvertraglich besser abgesichert werden", forderte Huber. Die Arbeitgeber rief er zu mehr Verantwortungsbewusstsein auf.

Mit einer staatlichen Förderung der Altersteilzeit rechnet der IG- Metall-Chef nicht mehr: "Dafür müsste die Union ihre Position komplett über den Haufen werfen!" Allerdings werde die Gewerkschaft nicht hinnehmen, "dass jene kräftige Einbußen hinnehmen müssen, die jahrelang zum Wohlstand dieser Republik beigetragen haben", betonte er.

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