Arbeitslosenzahl sinkt leicht
Lage am Arbeitsmarkt bleibt eingetrübt

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April lediglich um 104 100 auf 4 443 400 gesunken. Das waren 53 300 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 10,7 % zurück.

HB NÜRNBERG. Dies ist der schwächste Rückgang in einem April seit 1995. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote noch bei 10,8 % gelegen.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich weiter eingetrübt.“ Das Wirtschaftswachstum sei zu schwach, um dem Arbeitsmarkt Impulse zu verleihen. Entsprechend nahm die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl um 23 000 auf 4,367 Mill. zu.

Die Zahl der Erwerbstätigen ging nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar - dem letzten verfügbaren Monat - um 16 000 auf 37,64 Mill. zurück. Das waren 131 000 weniger als im Februar 2003.

In Westdeutschland wurden im April 2 804 700 Arbeitslose registriert. Das waren 66 700 weniger im März, aber nur 7300 weniger als im April des vergangenen Jahres. In Ostdeutschland verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen um 37 300 auf 1 638 600. Das waren 46 000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 8,5 %, im Osten bei 18,8.

Beim Vergleich zum Vorjahr muss nach Angaben der Bundesagentur berücksichtigt werden, dass die Teilnehmer an Trainingsmaßnahmen seit dem Jahreswechsel nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden. Mit diesem Personenkreis hätte sich im April ein Anstieg der Zahl der Erwerbslosen um bundesweit 18 900 ergeben.

Arbeitslosenzahl könnte im Herbst unter 4 Millionen fallen

Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) könnte die Zahl der Arbeitslosen im Herbst unter die Marke von 4 Millionen fallen, wenn die Wirtschaft 2004 wie von der Bundesregierung erwartet um 1,5 % wächst.

„Es ist möglich, dass wir die Vier-Millionen-Grenze von oben oder von unten touchieren“, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt am Mittwoch bei der Vorlage der Arbeitsmarktdaten für April. Auf die Frage, ob die Zahl auch unter die Marke von vier Mill. zurückgehen könne, sagte Alt: „Es liegt im Rahmen des Möglichen.“ Während die Zahl der registrierten Arbeitslosen von März bis April um gut 104 000 auf 4,443 Mill. sank, stieg die saisonbereinigte Zahl um 23 000 an.

Zahl der Erwerbstätigen im Februar gesunken

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im Februar leicht gesunken. Mit 37,6 Mill. Erwerbstätigen lag die Zahl 0,3 % unter dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Januar lag der Rückgang im Jahresvergleich noch bei 0,4 %. Im Vergleich des Februars 2004 zum Januar 2004 gab es einen jahreszeitlich bedingten Rückgang um 16 000 Erwerbstätige, berichtete das Amt unter Berufung auf vorläufige Berechnungen.

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