Arbeitsloser Lehrer schaltet Anwalt ein
Ohrfeigen-Prozess wird verschoben

Der 52-jährige arbeitslose Lehrer, der Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eine Ohrfeige verpasste, hat sich kurzfristig einen Anwalt genommen, der sich in das Verfahren einarbeiten will. Am Freitag Vormittag teilte das Mannheimer Amtsgericht mit, dass ein entsprechender Antrag eingegangen ist. Der für Freitag angesetzte Prozess wird damit verschoben

HB MANNHEIM. Dem arbeitslosen Lehrer wird Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen. Bei einer Verurteilung erwarten ihn eine Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft. Mit dem Antrag wird der Fall nicht mehr in einem beschleunigten, sondern in einem normalen Verfahren behandelt. Das Gericht muss nach eigenen Angaben nun in einem Zwischenverfahren über die Zulassung der Anklage entscheiden und kann dann einen neuen Termin für die Hauptverhandlung festsetzen.

Der Mann hatte den Bundeskanzler vor zehn Tagen bei einem Empfang für Neumitglieder in Mannheim angegriffen. Seine Tat hatte der arbeitslose Gymnasiallehrer mit Unzufriedenheit über die Politik des Regierungschefs begründet. Er war der SPD erst im Februar beigetreten und wurde wegen der Tat bereits wieder ausgeschlossen.

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