Arbeitsplätze bedroht
Werbung per Telefon wird verboten

Telefon-Marketing ohne vorherige Zustimmung des Angerufenen ist künftig gesetzlich verboten. Der Bundestag hat gestern die letzte Hürde vor dem Inkrafttreten der Reform des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) aus dem Weg geräumt: Mit Kanzlermehrheit überstimmten die Abgeordneten der rot-grünen Regierungskoalition den Einspruch des von der Union dominierten Bundesrates.

ms BERLIN. Die Union hatte gefordert, Telefonwerbung zu erlauben, soweit die Betroffenen nicht vorher kundgetan haben, dass sie nicht angerufen werden wollen. Vor allem die Call-Center-Betreiber hatten heftig protestiert: Der Deutsche Direktmarketing-Verband (DDV) rechnet nach dem Verbot der so genannten „Kaltaquise“ mit dem Verlust von 50 000 Arbeitsplätzen.

Mit der gestrigen Abstimmung ist es außerdem sehr wahrscheinlich geworden, dass es in diesem Jahr nicht mehr zu einem Sommerschlussverkauf kommt. In dem verabschiedeten Gesetz werden die Regulierungsvorschriften zu Sommer- und Winterschlussverkäufen gestrichen. Damit wären Rabattaktionen auch außerhalb des Sommer- und Winterschlussverkaufs möglich, die traditionelle Rabattschlacht zwei mal im Jahr wäre Vergangenheit.

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