Arbeitszeit soll generell verlängert werden
Wirtschaft fordert weitere harte Reformen

Industriepräsident Michael Rogowski und Siemens-Chef Heinrich von Pierer haben über die beschlossenen Arbeitsmarktreformen hinaus noch härtere Einschnitte für Beschäftigte und Arbeitslose gefordert. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) kündigte zudem auch Einschnitte für Freiberufler an.

HB BERLIN. Rogowski verlangte in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift „Focus-Money“, die Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld auf maximal zwölf Monate zu begrenzen, die Sozialhilfe versuchsweise um 25 % zu kürzen, das Renteneintrittsalter zu erhöhen und den Kündigungsschutz bei Neueinstellungen abzuschaffen. Ähnlich wie der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzte sich auch Siemens-Chef Heinrich von Pierer für längere Arbeitszeiten und weitere Einschnitte ein. SPD-Chef Franz Müntefering zeigte sich offen für eine Debatte über Mindestlöhne.

In der Diskussion über Arbeitszeiten bekannte sich Rogowksi als Verfechter eine generellen Arbeitszeitverlängerung. „Ja, wir bräuchten eine generelle Verlängerung der Arbeitszeit. Werte zwischen 40 und 42 Stunden sind gute und vertretbare Marken“, sagte der BDI-Präsident. Die Arbeitsmarktreformen der Regierung wiesen in die richtige Richtung, reichten aber nicht aus. So seien die Arbeitslosen- und Sozialhilfe zu hoch. Der Zeitpunkt für den Bezug der vollen Rente sollte nach hinten verlegt werden, wobei wahrscheinlich nicht einmal ein Alter von 67 Jahren dafür ausreiche.

Auch Siemens-Chef Heinrich von Pierer plädierte im Magazin „Stern“ für längere, aber auch differenzierte Arbeitszeiten. „In fast allen Ländern werde mehr als in Deutschland gearbeitet. Man müsse noch an viele Tabus herangehen, etwa den Flächentarifvertrag.

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