Atomenergie
Grüne sind gegen Biblis B als „Kaltreserve“

Eines der acht abgeschalteten Atomkraftwerke soll als Winter-Reserve betriebsbereit gehalten werden. Die Grünen warnen dabei vor Biblis B wegen erhöhtem Ausfallrisiko. Entscheiden wird schließlich die Bundesnetzagentur.
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Frankfurt/MainDie Grünen sind dagegen, das abgeschaltete hessische Atomkraftwerk Biblis B als sogenannte Kaltreserve vorzuhalten. Die Bundesnetzagentur prüft derzeit, ob eines der acht abgeschalteten Atomkraftwerke als Winter-Reserve betriebsbereit gehalten werden soll. Die Grünen sehen bei Biblis B ein erhöhtes Ausfallrisiko. Grundlage sei eine Liste des Bundesumweltministeriums, wie viele „meldepflichtige Ereignisse“ bei den 17 deutschen AKW auftraten, wenn sie nach Stillstand wieder angefahren wurden.

Demnach solle fast jeder vierte der 86 Fälle (21) auf Biblis B entfallen - alleine zehn seit Mitte 2009, schreibt die „Frankfurter Rundschau“ (Montag), der die Liste vorliegt. „Es wäre geradezu absurd, ausgerechnet dieses Atomkraftwerk zur „Kaltreserve“ zu machen“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende in Hessen, Tarek Al-Wazir, am Montag laut einer Mitteilung.

Das hessische Umweltministerium lese aber keine systematischen Schwachstellen aus der Statistik, sagte ein Sprecher. Welches Kraftwerk bis zum Winter 2013 als „Kaltreserve“ betriebsbereit bleiben solle, entscheide ohnehin die Bundesnetzagentur.

Baden-Württemberg und Bayern hatten schon vorbeugend abgelehnt, dass ihre ebenfalls infrage kommenden Reaktoren Isar 1, Neckarwestheim 1 oder Philippsburg 1 dafür genutzt werden. Die Untersuchung der Netzagentur soll bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein. Inwieweit eine Fehlerstatistik in die Analyse einfließe, konnte eine Agentur-Sprecherin auf Nachrage nicht sagen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Atomenergie: Grüne sind gegen Biblis B als „Kaltreserve“"

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  • Schlagzeile:
    "Koalition plant Öko-Kaltreserve"

    Claudia Roth und Jürgen Trittin wurden bereits von den Feldjägern der deutschen Bundeswehr in ein, eigens dafür angelegtes, Hochsicherheits-Laufrad untergebracht.
    Trittin und Roth sind die ersten Unfreiwilligen des Pilotprojektes "Schützt uns vor Verbal-Müll". Weitere Testkandidaten werden bereits gesucht.

  • Also wenn dem so ist, das in diesem Kraftwerk die meisten Störfälle verzeichnet sind, dann gebe ich den Gegnern Recht. Warum sollte man gerade das störanfälligste der Kraftwerke als Reserve lassen? Welchen vernünftigen Grund gibt es, wenn man Alternativen hat?

    Allerdings sollten dies unabhängige Experten analysieren und nicht die Stromversorger und deren Handlanger, denn dann steht nicht mehr die Sicherheit im Vordergrund sondern das Geld ;-)))

  • ...das Waldsterben ist nicht eingetreten, die Erdabkühlung hat nicht funktioniert, das Ozonloch ist nicht gewachsen, die Klimaerwärmung widerlegt,....aber bei diesem Thema ist noch was drin, hier kann man die Wirtschaft massiv schädigen, Versorgungssicherheit verhindern, Arbeitsplätze vernichten und den Bürger schröpfen...ein Hoch auf den entstehenden Ökofaschismuss

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