Attentate von Madrid
Stiefvater von Attentatsopfer soll Terroristen geholfen haben

Knapp eineinhalb Jahre nach den islamistischen Terror-Anschlägen in Madrid ist der Stiefvater eines der 191 Todesopfer als mutmaßlicher Komplize festgenommen worden. Der 40 Jahre alte Marokkaner soll einem der Terroristen zur Flucht verholfen haben.

HB MADRID. Bei dem Blutbad war die 13-jährige Stieftochter des Mannes ums Leben gekommen. Sie war auf dem Weg zur Schule in einem der vier von Bomben zerrissenen Pendlerzüge unterwegs.

Die Mutter des Mädchens - es stammte aus der ersten Ehe der Frau - hält ihren Mann für unschuldig. Er sei kein Terrorist und auch kein Islamist. Am Tag der Anschläge, dem 11. März 2004, habe er mit ihr die Krankenhäuser Madrids nach dem Kind abgesucht, sagte die ebenfalls aus Marokko kommende Frau. Er habe die 13-Jährige wie seine eigene Tochter geliebt.

Seit dem Massaker, bei dem mehr als 1500 Menschen verletzt worden waren, sind mehr als 70 Verdächtige festgenommen worden. Der Prozess soll im Herbst beginnen. Anders als bei den Londoner Anschlägen waren die Täter aus den Pendlerzügen ausgestiegen, bevor sie die abgelegten Sprengsätze per Handy zündeten.

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