Auch nach T-Systems-Ausstieg
Bundeswehr hält an "Herkules" fest

Auch nach dem Ausstieg der Telekom-Tochter T-Systems hält die Bundeswehr am Start des mehr als sechs Milliarden Euro schweren „Herkules“-Projekts Anfang nächsten Jahres fest.

HB BERLIN. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte am Dienstag einen Vorabbericht, wonach die in der Bietergemeinschaft TIS verbliebenen Firmen IBM und Siemens um eine Verlängerung der Angebotsfrist gebeten hätten. Die Firmen würden voraussichtlich Ende März ein neues Angebot vorlegen, sagte der Sprecher über den Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Mit dem Projekt „Herkules“ will die Bundeswehr ihre Informationstechnik modernisieren und vernetzen.

Die Telekom-Tochter war Anfang voriger Woche aus dem Bieterkonsortium ausgestiegen, will aber weiterhin Leistungen für das Projekt erbringen. „Unsere Entscheidung, kein überarbeitetes Angebot abzugeben, ist nicht verbunden mit irgendeiner Form der Kritik an der Bundeswehr oder unseren Konsortialpartnern“, hatte T-Systems-Chef und Telekom-Vorstand Konrad Reiss der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt. Schon bei der Ausschreibung vor vier Jahren habe T-Systems ein Angebot abgegeben. „Es war uns nicht möglich, dieses Angebot so an die aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen, dass die Bundeswehr und wir zufrieden gewesen wären. Und dann ist es nur konsequent, dass wir uns aus dem Konsortium zurückgezogen haben“, sagte Reiss.

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