Auseinandersetzung mit dem Islam gefordert
Schily: Schmidts Äußerungen sind schädlich

Innenminister Schily hat Altkanzler Schmidt kritisiert. Dessen Äußerungen zur Einwanderungspolitik schürten Vorurteile auf beiden Seiten, sagte Schily.

HB BERLIN. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt scharf für seine Anmerkungen zur deutschen Einwanderungspolitik kritisiert. Schily sagte dem «Spiegel»: «Schmidts Intervention war schädlich, das schürt auf beiden Seiten Vorurteile.»

Schmidt hatte in der vergangenen Woche gesagt, es sei ein Fehler gewesen, «zu Beginn der sechziger Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land» geholt zu haben. Schily sagte zu den Äußerungen des Altkanzlers: «So wird eher Desintegration gefördert.»

Das Magazin berichtete weiter, Schily wolle mit einem Drei-Punkte-Plan Defizite in der Integration von Ausländern korrigieren. Ein Wettbewerb für dauerhaft wirksame Integrationskonzepte in den Kommunen solle die Eingliederung vor Ort beschleunigen.

Demnach spielt das Nürnberger Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine Schlüsselrolle in dem Konzept. Darüber hinaus strebt der Minister eine «geistig-politische Auseinandersetzung mit dem Islam» an.

Der SPD-Politiker forderte von den Bundesländern, von ihren Möglichkeiten, «Hassprediger und ähnliche Figuren auszuweisen, entschiedener Gebrauch zu machen als bisher».

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