Bahn-Infrastruktur
Rechnungshof kritisiert marode Eisenbahnbrücken

Der Bundesrechnungshof hat die Deutsche Bahn für ihre marode Infrastruktur kritisiert. Trotz staatlicher Zuschüsse in Milliardenhöhe werde der Zustand, etwa von Eisenbahnbrücken, immer schlechter.
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BerlinDer Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, wirft der Deutschen Bahn vor, trotz Milliarden Euro vom Bund an der Infrastruktur zu sparen. „Wir sehen sehr kritisch, dass hier jedes Jahr drei bis vier Milliarden Euro an Steuergeld in die Bahn fließen, ohne dass die Bahninfrastruktur wesentlich verbessert wird“, sagte Scheller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Als Beispiel nannte er die Eisenbahnbrücken. Die Bewertungen über deren Zustand verschlechterten sich. „Gleichzeitig nimmt das Durchschnittsalter zu“, sagte Scheller. Auch mache die Bahn bei Ersatzinvestitionen des Bundes nicht ausreichend transparent, ob sie die Bundesmittel wirtschaftlich und sparsam einsetze.

Kritisch beurteilte Scheller auch, dass der Rechnungshof die Einhaltung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und bundeseigener Bahn nicht umfassend prüfen könne. „Die Haushalts- und Wirtschaftsführung der Bahn können wir uns nicht anschauen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bahn-Infrastruktur: Rechnungshof kritisiert marode Eisenbahnbrücken"

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  • Zitat: "Die Bewertungen über deren Zustand verschlechterten sich. „Gleichzeitig nimmt das Durchschnittsalter zu“"

    Typisch dpa, laut Überschrift meint man der Rechnungshof äussert sich zum Zustand der Eisenbahnbrücken...

  • 3 bis 4 Milliarden? Ist das alles? Die Intransparenz ist natürlich zu kritisieren... aber mal ganz ehrlich... was erwartet man für 3 bis 4 Milliarden jährlich? (dafür muss die Bahn ja auch noch jedem Bürgermeister irgendwelche unrentablen Strecken betreiben...)

    Nur mal zum Vergleich: die Target 2 Salden liegen jetzt bei über 750 Mrd... ich will ja nicht schon wieder das Flüchlingsthema aufgreifen (aber auch da wären Anpassungen der Infrastruktur nötig, über das redet man ja nicht einmal), aber wenn ich bei ca. 1 Mio. Menschen nur für Unterbringung und Verpflegung nur 10.000 Euro pro Jahr rechne (ohne Ausbildung, Integrations- und Sicherheitskosten)...

    Was kostet jetzt inzwischen allein das Chaos beim BER? Wie wäre es eigentlich mal wieder mit einem Kassensturz? (oder würde der alle nur verunsichern und damit das System destabilisieren?)

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