Befürchteter Einbruch bleibt im November aus
Steuereinnahmen fließen nach Plan

Die Steuereinnahmen sind im November um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Steuerschätzerkreisen. Damit haben sich Befürchtungen von vor einem Monat zunächst nicht bestätigt, dass die Steuereinnahmen einen nachhaltigen Schwächeanfall erleiden könnten.

DÜSSELDORF. Im Oktober hatte der Zuwachs lediglich 5,5 Prozent betragen und war damit so schwach, wie in keinem anderen Monat des Jahres. Allein durch die Anhebung von Umsatz- und Versicherungsteuer zum Jahresbeginn müssten die Steuereinnahmen des Staates um rund vier Prozent zulegen.

Der November ist mit einem Aufkommen von 34,6 Mrd. Euro ein kleiner Steuermonat, ähnlich wie Januar und April. Mit besonderer Spannung blicken Steuerschätzer stets auf die letzten Quartalsmonate, in denen die Steuervorauszahlungen der Unternehmen fällig werden. Im dritten Quartal hatte sich der Körperschaftsteueranstieg schon deutlich verlangsamt. Daten des Städtetags deuteten auf ein schwaches Gewerbsteueraufkommen hin. Grund waren aber nicht Gewinnwarnungen der Wirtschaft auf breiter Front, sondern deutlich zurückgehende Nachzahlungen der Unternehmen für Vorjahre. Daraufhin hatten Steuerschätzer ihre Prognosen für das Unternehmensteueraufkommen nach unten revidiert.

Nach elf Monaten liegt das gesamte Steueraufkommen ohne die gesondert erfassten Gemeindesteuern jetzt 11,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. „Das entspricht in etwa den Erwartungen der Steuerschätzung vom November“, hieß es in Steuerschätzerkreisen weiter. Der Arbeitskreis Steuerschätzung hatte für das laufende Jahr einen Zuwachs von elf Prozent vorhergesagt (ohne Gemeindesteuern).

Auch im November entwickelten sich die reinen Bundessteuern mit einem Zuwachs von vier Prozent eher schwach. Die Ländersteuern legten um 7,7 Prozent zu; die wichtigen Gemeinschaftsteuern wie Lohn- und Einkommensteuer stiegen um 9,6 Prozent.

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