Berichte zurückgewiesen
Hartz will nichts von Gerster-Nachfolge wissen

VW-Vorstandsmitglied Peter Hartz weiß nichts davon, dass er als Nachfolger von Florian Gerster im Gespräch ist. Folglich hat er entsprechende Berichte zurückweisen lassen. „Hartz ist und bleibt Personalvorstand bei der Volkswagen AG“, sagte ein VW-Sprecher am Mittwoch.

HB BERLIN. Die Chemnitzer „Freie Presse“ hatte zuvor ohne Hinweise auf Quellen berichtet, der VW-Arbeitsdirektor solle Gerster ablösen, der wegen hoch dotierter Beraterverträge in die Schlagzeilen geraten ist. Nach dem Bericht soll die Ernennung des VW-Managers vor allem von der Bezahlung abhängen - die Rede ist von 500 000 € Jahresgehalt.

Aus der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit hieß es am Mittwoch, es gebe keine Hinweise auf einen baldigen Abgang Gersters. Die Geschäfte liefen normal, es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass Gerster sich mit Rücktrittsgedanken trage, hieß es aus gut informierten Kreisen der Behörde.

Man könne sich auch nicht vorstellen, dass VW-Personalvorstand Hartz „den Bundesanstalts-Job für ein Achtel seines jetzigen Gehalts“ annehmen werde. Allerdings erinnere die derzeitige Debatte „an das, was vor eineinhalb Jahren lief“, meinte ein führender BA-Mitarbeiter.

Im Frühjahr 2002 war Gersters Vorgänger Bernhard Jagoda im Zusammenhang mit der Affäre um geschönte Vermittlungsstatistiken zurückgetreten. Er hatte über mehrere Wochen einen Rücktritt abgelehnt, sich dann aber doch dem Druck der rot-grünen Bundesregierung gebeugt.

Gerster gerät laut Presseberichten indes immer mehr unter Druck. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung kam das BA-Präsidium am Dienstagabend in Berlin zu einer Krisensitzung mit Gerster zusammen. Erörtert worden sei unter anderem der offenbar nicht präzise formulierte Beratervertrag mit der Berliner PR-Agentur WMP EuroCom über 1,3 Mill. €.

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