Berlin Intern
Die Kanzlerin und ihr Verfolger

Ohne Personenschutz geht es nicht für die hiesigen Politiker. Das musste jetzt auch Angela Merkel feststellen: Die Bundeskanzlerin wurde für ein paar Wochen von einem geistig verwirrten Mann verfolgt - der sogar auf ihr Grundstück ihres Wochenendhauses vordrang.
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Deutschlands Politiker leben ziemlich ungefährdet. Attentate wie das auf Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor 20 Jahren gehören glücklicherweise zu den Ausnahmen. Dennoch geht es gerade bei Regierungsmitgliedern oft nicht ohne Personenschutz. Wie nützlich dieser im Zweifel ist, konnte jetzt selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel feststellen. Ein geistig verwirrter Mann verfolgte die Kanzlerin immer wieder in den vergangenen Wochen und konnte trotz Sicherheitsvorkehrungen mehrmals auf das Grundstück des Wochenendhauses in der Nähe von Templin in Nordbrandenburg vordringen. Das Wort Stalker sei in diesem Zusammenhang nicht unangebracht, sagte ein Sprecher des Bundespresseamtes. Wie lange die Regierungschefin schon von dem etwa 45-Jährigen belästigt wird, ist unklar. Zweimal soll es der Stalker auf das Grundstück des Wochenendhauses geschafft haben, obwohl das Gebäude rund um die Uhr von mindestens zwei Polizisten bewacht wird. Einmal wurde er vor Merkels Wohnhaus in Berlin von Polizisten abgewiesen.

Jetzt wurde der Verfolger, der einen verwirrten Eindruck gemacht haben soll, gestoppt und in ein Krankenhaus eingewiesen. Aus Ermittlerkreisen hieß es, es handele sich bei dem Eindringling um einen freien Journalisten aus dem nahen Mecklenburg-Vorpommern. Dies wurde offiziell allerdings nicht bestätigt.

Sven Afhüppe
Sven Afhüppe
Handelsblatt / Chefredakteur

Kommentare zu " Berlin Intern: Die Kanzlerin und ihr Verfolger"

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  • Wiso einer? Steht man gern in der Öffentlichkeit und tut sich wichtig - auch wenn man es nicht unbedingt ist - dann kann auch der Teil der Öffentlichkeit mal auftauchen, welcher sonst so gern umworben wird. Hat man seine fünf Sinne noch zusammen, geschieht das natürlich nicht - das mit der Wahl und mit anhaltender Folge.

  • [2] widerstand10,
    da kann man mal sehen, wie ungerecht die Welt ist.
    Kinderschänder bekommen 24 bewacher und Merkel nur 2. Eigentlich sollte sie mindesten 100 bewacher haben, sonst irrt sie wieder am Kanzleramt umher.

  • in Hamburg wird ein Kinderschänder von 24 Polizisten rund um die Uhr bewacht. Wer will da noch Kanzler/in werden.

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